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Lokstedt Rallye 2017

 

09.09.2017 – Die Lokstedt Rallye war auch in 2017 – trotz des widrigen Wetters – ein voller Erfolg. Im ganzen Stadtteil empfingen mehr als 20 Stationen die interessierten Kinder mit ihren Familien, um zu spielen, zu raten und zu gewinnen. An jeder Station wurden erst die Pässe gestempelt und dann lockten Glücksräder, Quiz oder andere Spiele bei denen es etwas zu gewinnen gab. Eine tolle Möglichkeit die unterschiedlichen Angebote Lokstedts kennen zu lernen.

 

Im Bürgerhaus gab es neben den Angeboten des Hauses, der musikkunstschule, des Forum Kollau vor allem frisch gebackene Waffeln zur Stärkung. Ein Stand des Uni-Forschungsprojektes Climate Smart City Lokstedt mit drei jungen Damen lud zu Diskussionsrunden zum Thema Kilmaschutz ein.

 

Am Ende der Rallye dann die Abschlussveranstaltung im Kletterzentrum des Deutschen Alpenverein in der Döhrnstraße. Antonia von Lütte-Skol Musikschule sang zu ihrer Gitarre bekannte Kinderlieder zum Mitachen. Anschließend zogen Charlotte Brinkmann vom Alpenverein und Hans-Joachim Kammradt vom Bürgerhaus abwechselnd die Gewinner aus dem Stapel der eingereichten Rallye-Pässe. Sowohl Kinder als Erwachsene erhielten interessante und wertvolle Preise: Angefangen von den beliebten Reisen der Parteien zum Bundestag in Berlin bis hin zu handgefertigten Klemmbrettern, lustigen Spielzeugen und praktischen Give-Aways. Am Ende konnten alle Kinder sich noch bei den Süßwaren bedienen. 

 

Wir bedanken uns für großzügige Spenden bei: REWE Lokstedt, Metro, Plakatwerkstatt, Restaurant Il Tramonto, Salon Chez Vous, Deutscher Alpenverein, HASPA, Hörgeräte Rix, SPD, GRÜNE, CDU

 

Text und Fotos Joerg Kilian

 

Einige Schnappschüsse der Lokstedt Rallye 2017 in der Galerie unten … 

04.09.2017 - Der gestrige Flohmarkt Grelckstraße war wegen des sonnigen Wetters außerordentlich gut besucht. Das Bürgerhaus hatte einen eigenen ambulanten Stand, von dem aus unsere eifrigen Freiwilligen hunderte von Programmheften und Flyern für die Lokstedt-Rallye verteilten und interessante Gespräche führten.

Die Veranstalterin Renate Messing zog, wie in jedem Jahr, von den "schwarzen Schafen" der illegalen Standbetreiber als Strafgebühr einen "Kulturgroschen" als Spende für das Bürgerhaus ein. Unsere Spendendose füllte sich weiter nachdem unser Vorsitzender an ausgewählten Ständen persönlich das Bürgerhaus vorstellte und um "Kleinstspenden" bat.

Nicht nur wegen der Spendenerlöse, sondern vor allem wegen der anregenden neuen Kontakte zu Menschen ist der Flohmarkt eine unserer wichtigsten Veranstaltungen im Stadtteil geworden.

Viele Stimmen meinen, dass die Grelckstraße gerne auch an anderen Sonntagen für besondere Veranstaltungen gesperrt werden könne. Mit den Anwohnern müssen dafür jedoch Gespräche geführt und einvernehmliche Lösungen gefunden werden.

 

https://flohmarkt-eppendorf.de/flohmarkt-grelckstrasse/


Neuer Vorstand gewählt

02.09.2017 Auf der gestrigen Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzender Joerg Kilian wurde in seinem Amt bestätigt, ebenso Ursula Ihsche als Stellvertreterin. Neu im BGB-Vorstand ist Dr. Johannes Hielscher, der als Stellvertreter die Aufgaben des Schatzmeisters wahrnehmen wird. Beisitzer des Vorstands sind wie bisher Jörn Apenburg, Dorea Klöwer, Helena Peltonen und Ulrich Staets. Neu hinzugekommen als Beisitzer sind Dr. Sebastian Dorsch, Lutz Schmidt und Willmar Sting. Weitere Informationen über die Arbeit des Vorstands sowie er sich konstituiert hat.


Das Bürgerhaus Lokstedt platz aus allen Nähten; die Veranstaltung muss in den Garten ausweichen
Das Bürgerhaus Lokstedt platz aus allen Nähten; die Veranstaltung muss in den Garten ausweichen

 

Wie gelingt Integration?

 

23.08.2017 – „Wie gelingt Integration?“ darüber diskutierte der Bundestagsabgeordnete Niels Annen mit der Integrationsministerin Aydan Özoguz im Bürgerhaus Lokstedt. Über die Aktivitäten im Stadtteil informierten Pastor Bernd Müller-Teichert (Runder Tisch), Pastor Uwe Klüter (FeG Lokstedt) und Hansjürgen Rhein (Bündnis für Familie).

 

Mehr als 100 interessierte Besucher kamen zur Podiumsdiskussion, die kurz entschlossen bei dem sommerlichen Abend in der wunderschönen Garten verlegt wurde, da die Räume im Bürgerhaus zu klein waren.

 

Als Staatsministerin für Integration berichtet Aydan Özoguz (die übrigens in Lokstedt ausgewachsen ist) über die Herausforderungen der Integration und die vielen Verbesserungen von Hilfen und Förderungen für Flüchtlinge – von umfangreiche Angeboten an Deutschkursen bis zur Öffnung des Ausbildungsmarktes. „Die Fehler der Vergangenheit, als es noch keine Sprachkurse gab und die Menschen nicht arbeiten durften, dürfen nicht wiederholt werden.“ Trotz dieser Erfolge können die Aufgaben der Integration keineswegs als erledigt betrachtet werden, vielmehr müssen die Asylverfahren beschleunigt werden, um den Menschen zügig Klarheit zu verschaffen, ob sie nun bleiben dürfen oder eben nicht. In Zukunft wird Aydan Özoguz sich weiter für Integration engagieren und dafür einsetzen, dass in der nächsten Legislaturperiode endlich ein Einwanderungsgesetz verabschiedet wird. Es ist wichtig, dass dien Einwanderung transparent und logisch geregelt wird. Die Integration wird uns also noch lange beschäftigen.

 

Lokstedt bietet ein erstaunliches ehrenamtliches Engagement bei der Hilfe und Integration für Flüchtlinge. Seit Gründung des Bündnisses für Familie (im Jahre 2007) haben sich verschiedene Einrichtungen in Lokstedt gemeinsam für eine Stärkung der Integration von Mitmenschen mit Migrationshintergrund ausgesprochen.

 

Über dieses ehrenamtliche Engagement berichtet Pastor Müller-Teichert und verwies auf die vielfältigen Aktivitäten bei der Begleitung, Betreuung und Beratung von Flüchtlingen, was sich teilweise im “Aktivitätenkalender für Flüchtlinge in Lokstedt“ widerspiegelt.

 

Beispielhaft stellte Pastor Klüter das „why-not-cafe“ als Begegnungsstätte in der freien evangelischen Gemeinde Lokstedt vor, wie es in kurzer Zeit gewachsen ist und die Angebote erheblich ausgeweitet hat.

 

Unzählige Ferien-Angebote von verschiedenen Bündnis-Partnern füllen den Veranstaltungskalender „lebendiges Lokstedt“, wo Nachbarn aus Lokstedt und Mitglieder mit Migrationshintergrund sich gemeinsam bei Spiel, Sport und Spaß treffen. Für das Bündnis für Familie berichtet Hansjürgen Rhein von den Internationalen Abenden – syrischen, italienischen und iranischen – im Bürgerhaus Lokstedt, wo Migranten als Gastgeber die Nachbarn einladen. Außerdem verteilt er einen viersprachigen Familienwegweiser für Lokstedt, in dem der Stadtteil in einer sehr ansprechenden Weise dargestellt wird. Das Bundesfamilienministerium – Servicestelle Bündnisse – hat diesen Familienwegweiser bundesweit als vorbildlich gewürdigt.

 

Auf Nachfrage des Bundestagsabgeordneten Niels Annen nach Schwierigkeiten bei der ehrenamtlichen Arbeit beklagten die Lokstedter Vertreter einvernehmlich den hohen Verwaltungsaufwand und die bürokratischen Hürden im Bereich der Flüchtlingshilfe. Dem stimmte die Integrationsministerin Aydan Özoguz zu: „Unsere Verwaltung müsse transparenter und die Abläufe vereinfacht werden!“

 

In guter Tradition der Bürgerhauses Lokstedt gab es nach dieser Diskussion noch ein Getränk, bei dem viele Gäste über Integration weiter sprechen konnten.

 

Text Hansjürgen Rhein, Fotos Joerg Kilian

 

Hansjürgen Rhein stellt die Aktivitäten des Bürgerhaus Lokstedt vor
Hansjürgen Rhein stellt die Aktivitäten des Bürgerhaus Lokstedt vor
Eva Bohne stellt Fragen zu Inklusionsthemen
Eva Bohne stellt Fragen zu Inklusionsthemen
Aydan Özoguz beantwortet alle Fragen aus dem Publikum
Aydan Özoguz beantwortet alle Fragen aus dem Publikum
Hansjürgen Rhein im Gespräch mit Aydan Özoguz
Hansjürgen Rhein im Gespräch mit Aydan Özoguz

Mechthild Führbaum überreicht Hansjürgen Rhein die Ehrennadel. In der Mitte Laudator Joerg Kilian
Mechthild Führbaum überreicht Hansjürgen Rhein die Ehrennadel. Foto Reinhard Schwarz

Bürgerpreis 2017 für Hansjürgen Rhein

 

29.06.2017 Der diesjährige Bürgerpreis der Bezirksversammlung Eimbüttel wurde in abendlicher Feierstunde im Bezirksamt verliehen. Die Präsidentin des Bezirksparlamentes Mechthild Führbaum überreichte unserem Mitglied und Gründervater des Bürgerhaus Lokstedt eine Ehrennadel nebst Urkunde.

 

Die Laudatio (PDF) hielt Joerg Kilian, Vorsitzender Bürgerhaus Lokstedt.

 

Hansjürgen Rhein hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten mit seiner Netzwerksarbeit für Lokstedt verdient gemacht. Neben der Gründung und dem Betrieb des Vereins Bürgerhaus Lokstedt e.V. in den frühen 1980er Jahren, in dem er jahrzehntelang auch den Vorsitz führte, hat er das bundesweite Netzwerk "Lokale Bündnisse für Familie" sowie die Organisation der Lokalen Bildungskonferenz beim Bürgerhaus Lokstedt verankert.

 

Neben Kursen und kulturellen Angeboten hat das Bürgerhaus Lokstedt regelmäßig Veranstaltungen zusammen mit Kooperationspartnern im Stadtteil durchgeführt. Erwähnt seien hier beispielsweise die Lokstedter Abende, die Lokstedt Rallye, das integrierte Ferienprogramm sowie weitere Veranstaltungen im vorpolitischen Raum: Frühschoppen, Podiumsdiskussionen, Lokstedter Forum und jüngst die Zukunftswerkstatt Lokstedt. An all diesen Formaten war und ist Hansjürgen Rhein maßgeblich beteiligt.

 

Mit dem Fokus auf junge Familien in Lokstedt ist es dem Haus unter der Leitung von Hansjürgen Rhein immer wieder gelungen, in interkulturellen Veranstaltungen auch Bewohner Lokstedts, die aus anderen Ländern stammen, zu nachbarschaftlichen Begegnungen zu bewegen.

 

Hansjürgen Rhein hat sich sehr persönlich für das Bürgerhaus Lokstedt und die Geschicke des Stadtteils und seiner Bewohner engagiert und dabei immer in politischer und sozialer Ausgewogenheit und mit gutem Augenmaß gehandelt. 

 

Weitere Auszeichnungen erhielten Rosemarie Lehmann, die Grünpatin vom Grindel sowie Berndt Wegner für sein jahrzehntelanges Engagement in Kleiderkammern des Bezirks. Zwischen den Preisverleihungen spielten und sangen Mitglieder des Lukulule-Chors. Zum Ausklang gab es in der Kantine des Bezirksamtes leckere Köstlichkeiten und Getränke, sowie interessante Begegnungen und Gespräche.

 

Fotos Reinhard Schwarz, Text Joerg Kilian

Bürgerpreis Eimsbüttel 2017: Preisträger und ihre Laudatoren
Bürgerpreis Eimsbüttel 2017: Preisträger und ihre Laudatoren
Wunderschöne mitreissende Einlagen des Lukulule-Chors
Wunderschöne mitreissende Einlagen des Lukulule-Chors
Abgeordnete und Gäste der Bezirksversammlung
Abgeordnete und Gäste der Bezirksversammlung

„Lokstedter Abräumer“ spenden ihre Wii-Bowling Siegprämie

 

Vor ein paar Wochen bekam unser Bürgerhaus einen Anruf von der Seniorenwohnanlage der vhw in Lokstedt. Wir erfuhren von Birgit Otto, dass sechs Seniorenwohnanlagen dieser Wohnungsbaugenossenschaft einen jährlichen Wii-Bowling Wettkampf austragen und die ersten drei Gewinner-Mannschaften ihr Preisgeld immer einer gemeinnützigen Institution spenden. Diesmal sollte das Bürgerhaus Lokstedt bedacht werden. Die Lokstedter Senioren haben den 2. Preis mit einer Prämie in Höhe von 350,00  Euro errungen. Die Preisverleihung fand am 16. Mai 2017 in der Graf von Luckner Residenz in Wedel statt. Frau Ursula Ihsche, Vorstandsmitglied vom Bürgerhaus Lokstedt, begleitete die Gewinner. In Wedel begrüßten uns die Veranstalter sehr freundlich mit Kaffee und Kuchen. Den Pokal erhielten die Senioren aus Neugraben mit ihrem Team „Neugrabener Kugelblitz“. Alle Teilnehmer kamen in ihren Vereinstrikots, das war ein sehr feierlicher Auftritt. Die „Lokstedter Abräumer“ waren stolz auf ihren 2. Platz und überreichten anschließend ihren Gewinner-Scheck an Frau Ihsche.

Das Bürgerhaus hat sich sehr über diese tolle Spende gefreut, und wird die stattliche Summe für Internationale Abende und Integrationsveranstaltungen verwenden. Vielen Dank! 

Ursula Ihsche 

 


Christian Trabandt und Bruder Jürgen Trabandt
Christian Trabandt und Bruder Jürgen Trabandt

  

Vernissage: Hamburg und die Welt

  

31.03.2017 – Bei traumhaftem Frühlingswetter fanden sich ab 18 Uhr mehr als 90(!) Gäste zur Eröffnung der Gemäldeausstellung von Dr. Christian Trabandt ein. Die Hängung der Acryl- und Ölgemälde wurden gemeinsam mit den Teilnehmerinnen unseres Mal- und Zeichenkurses kuratiert, in dem Christian seit November 2016 mitwirkt. Die Bilder sind eine Werkschau der vergangenen acht Jahre; das Bild Fische (noch nicht ganz trocken) entstand vor wenigen Tagen.

 

Unterschiedliche Motive und Formate – von skizzenhaft und handlich bis hin zu ausgearbeiteten Großtableaus: Landschaften, Stadtansichten, Menschen – aus Hamburg und aus der Welt. Trotz der teilweise erkennbaren autodidaktischen Malweise, zeugt das Werk von großem Einfühlungsvermögen und Verständnis für Licht und Farbe – sehr beeindruckend! Nur allzu verständlich, dass einige Bilder bereits am gleichen Abend verkauft wurden.

 

Neben dem Künstler, sprach auch sein Bruder Jürgen Trabandt einige einleitende Worte. Eine gelungene Überraschung kam von der Gruppe des Mal- und Zeichenkurses, die dem Vorsitzenden des Bürgerhauses Joerg Kilian (in Personalunion Leiter des Mal- und Zeichenkurses) anlässlich seines Geburtstags einen Strauß wunderschönen Blumen sowie Marzipankonfekt überreichten.

 

Neben vielen Freunden, Verwandten und Bekannten des Malers, der aus Alsterdorf stammt, kamen auch einige wenige neugierige Lokstedter. Der Gastgeber hatte reichlich aufgetischt: neben Softdrinks und gutem Weißwein gab es Snacks, eine Käseplatte und köstliche heiße Würstchen. Aufgrund des für die Jahreszeit ungewöhnlich warmen Wetters und der just umgestellten Sommerzeit, suchten viele der Besucher den Garten auf und blieben bei angeregten Gesprächen bis zum Einbruch der Dunkelheit.

 

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Nachbericht und Fotos Joerg Kilian

 

Die Ausstellung kann nach Absprache bis zum 26. Mai 2017

während der Öffnungzeiten des Hauses besichtigt werden, soweit keine anderen Veranstaltungen in den Räumen stattfinden. Bei Interesse melden Sie sich bitte im Büro unter Telefon 56 52 12 oder per Mail an info@buergerhaus-lokstedt.de

 


27. Lokstedter Abend in der Petruskirche am Winfridweg

27. Lokstedter Abend

  

24.02.2017 – Zu einer ökumenischen Veranstaltung wandelte sich der 27. Lokstedter Abend mit seinen fast 80 Besucherinnen und Besuchern, als sich unsere christlichen Kirchen vorstellten.

 

Als vor über 25 Jahren die Idee vom Lokstedter Abend erfunden wurde, hatte niemand daran gedacht, dass wir einmal einen 27. Lokstedt Abend eröffnen würden. Am Anfang standen Geschichten, die das Leben im „Dorf Lokstedt“ lebendig machten. Nun mit dem Wandel vom Dorf vor den Toren der Stadt Hamburg zum Stadtteil Hamburgs werden die vielfältigen Einrichtungen vorgestellt. Im Jahre 2007 haben sich verschiedene Einrichtungen zum Bündnis für Familie zusammengeschlossen, um den Stadtteil familienfreundlicher zu machen und aktiv eine lebendige Nachbarschaft zu gestalten. Jetzt kommen an den Lokstedter Abenden die Einrichtungen zu Wort. Angefangen haben die Sportvereine, in diesem Jahr kommen unsere christlichen Kirchen und im nächsten Jahr die Schulen zu Wort.

 

Unter dem Motto „gemeinsam unterwegs – bei Gott zu Hause – miteinander für Lokstedt“ fand die Freie evangelische Gemeinde in der Emil-Andresen-Straße ihr Zuhause und schuf ein Gemeindezentrum als Begegnungsstätte für die Menschen. Sonntags feiert man den Gottesdienst und Wochentags gibt es verschiedene Programme und Veranstaltungen. Mit dem „Cafe why not“ fand die Gemeinde einen Kooperationspartner und öffnete das Gemeindezentrum für ein Miteinander mit Nachbarn ausländischer Herkunft.

 

Und vielleicht für viele noch neu stellte die katholische Kirche das gerade eröffnete Trauerzentrum und Kolumbarium in St. Thomas Morus (Koppelstraße) vor. Unter dem Motto und Programm von Trauerzentrum und Kolumbarium eröffnete die katholische Kirche am 20. Januar 2017 diese wohl einzigartige Kombination von Trauerbegleitung und Urnenbestattung bei gleichzeitiger Weiternutzung der Räume durch die Kirchengemeinde.

 

In der Pause gab es dann genügend Gelegenheit zum Gespräch bei dem traditionellen Lokstedter Nationalgericht, wie es von der Bürgerhaus-Crew als schmackhafter Rübeneintopf und Rote Grütze gereicht wird.

 

Die evangelisch-lutherische Kirche fand seinen Platz in Lokstedt bei der Lutherbuche mit dem Gemeindehaus und Pastorat Anfang des vorigen Jahrhunderts und anlässlich des 400jährigen Jubiläums des Reformationstages wurde die prächtige Blutbuche davor gepflanzt. Das heutige Gesamtbild der Lokstedter Kirche ist geprägt durch das Kirchengebäude seit der Einweihung 1956. Anfang 1964 teilte sich dann die Kirchengemeinde offiziell in die Christ-König-Gemeinde bei der Lutherbuche und die Petrus-Kirche am Winfridweg. Heute zählt die evangelisch-lutherische Gemeinde rund 7300 Gemeindemitglieder – also 27 % der Bevölkerung von Lokstedt.

 

Eine Besonderheit prägt das Leben in Lokstedt, als die Koreanische Gemeinde als Gast in die Petrus-Kirche einzog und für ein farbenfrohes und lebendiges Lokstedt sorgte. Die Koreanische Gemeinde hat hier für die Gemeindemitglieder aus ganz Norddeutschland seit dem Anwerben von Krankenschwestern in Deutschland seinen Treffpunkt.

 

Als Abschluss des Lokstedter Abend als ökumenische Veranstaltung des Bündnisses für Familie lud Pastor Hoppe als Gastgeber in der Petrus-Kirche alle ein, einen großen Kreis zu bilden, und erteilte allen Gästen seinen Segen. Beim Herausgehen bedankte sich eine Besucherin dafür, dass sie einen wunderschönen Abend mit vielen neuen Informationen erlebt hat.

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Bericht Hansjürgen Rhein | Fotos Joerg Kilian


Jazz-Konzert: Southland New Orleans Jazzband

  

16.12.2016 – Das letzte Konzert des Jahres im Bürgerhaus. Wie immer versammelten sich Kenner dieser außergewöhnlichen Combo zu einem sehr netten Abend in überschaubarer Runde – das übliche Lokstedter Stammpublikum ließ sich wohl wegen Weihnachtsvorbereitungen nicht blicken. Die Band überzeugt – trotz oder vielleicht wegen ihrer betagten Mitglieder – immer wieder mit einer erstaunlichen Dynamik und Präzision. Vom Technischen einmal abgesehen, ist die Emotionalität mit der die einzelnen Stücke vorgestellt und gespielt werden bewundernswert. Bei meinem jetzt vierten Konzert mit den Musikern höre ich immer wieder Neues im Repertoire, das unerschöpflich scheint und in seiner Vielfalt überrascht. Es müssen weit über 100 einzelne Kompositionen sein, die die Jungs draufhaben. Für alle, die diesen wunderbaren Abend versäumt haben, unten eine dreiminütige Hörprobe … Am 13. Mai 2017 heißen wir die Band wieder herzlich willkommen. Dann mit mehr Zuhörern …

Bericht, Fotos und Recording: Joerg Kilian

 

Übrigens können Sie auch gern zu den Proben kommen.

Eintritt frei, Spenden erwünscht
Donnerstags 19 Uhr:  12. Januar, 9. Februar, 13. April, 11. Mai, 8. Juni, 13. Juli

 

 

 


Ausstellungseröffnung: Über die Schulter geschaut

 

04.11.2016 – Seit vielen Jahren sind die Mal- und Zeichenkurse im Bürgerhaus Lokstedt sehr beliebt. Auch der aktuelle Kurs unter der Leitung von Patrizia Lalli folgt der langen Tradition, die Werke auch dort zu zeigen, wo sie entstanden sind: in den Räumen des Bürgerhauses. Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitagabend hieß der Bürgerhaus-Mitbegründer Hansjürgen Rhein die über 70 Gäste herzlich willkommen und lud sie ein, den Teilnehmern des Zeichenkurses über die Schultern zu schauen und die Ausstellung, die Bilder, auf sich wirken zu lassen.  

 

Da Zeichnen die Basis der Malerei ist, wählten und konzentrierten sich Anne Baumgarten-Walter, Heidi Hemesath, Marianne O'Neill, Ilse Raab und Gisela Huse-Kleinstoll und ihre Kursleiter Patrizia und Joerg Kilian auf das Zeichnen mit Bleistiften und Buntstiften. Zu sehen sind Portraits, der menschliche Körper, Blumen und Objekte. Dass die Arbeiten das Ergebnis langen Übens sind, sagte Anne Baumgarten-Walter: „Vor einem Jahr dachte ich, das schaffe ich nie, das ist zu schwer für mich. Aber jetzt nach diesen vielen Übungen, der Motivation und positiven Bestärkungen der anderen habe ich viel lernen können.“

 

Die Begeisterung der Teilnehmer an dem Kurs brachte Heidi Hemesath für alle auf den Punkt: „Ich genieße jede Woche zwei Stunden vollkommenes Abschalten beim Malen im Bürgerhaus.“ „Wenn es mit dieser Ausstellung gelungen ist, dass auch Sie sich wohlfühlen, dass Sie selbst zum Zeichenstift greifen, dass Sie am Kurs teilnehmen wollen, dass Sie gern wieder ins Bürgerhaus kommen, dann haben wir das Ziel mit der Ausstellung erreicht“, mit diesen Worten eröffnete Hansjürgen Rhein die Ausstellung, die noch bis zum 2. Januar 2017 im Bürgerhaus bei freiem Eintritt zu sehen sein wird. Der gesellige Abend voller wunderbarer Begegnungen und Gespräche endete erst einige Stunden später. 

 

Bericht: Hansjürgen Rhein und Christin Döring       

 

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Italienischer Abend mit Nadia Malverti

 

17.09.2016 – Einen ereignisreichen italienischen Abend boten sechs italienische Reiseleiterinnen in dem vollbesetzten Bürgerhaus Lokstedt.

Mit ortskundiger Reisebegleitung fahren wir durch Italien in fünf Etappen 

von Treviso im Norden über Modena und L’Aquila  und Matera bis Catania auf Sizilien.

 

In Deutschland bedeutete früher Italien „Spaghetti, Mandoline und Mafia“ und heute denken wir „Berlusconi, Wirtschaftskrise und Korruption“. Unsere Reiseleiterinnen wollten im Bürgerhaus Lokstedt nicht über politische Themen sprechen, sie wollten ein Bild von Italien zeichnen, das diesen Tendenzen in Kultur und Gesellschaft entgegengesetzt ist und das die Stimmen eines kreativen und kämpferischen Italien widerspiegelt – Stimmen, die sich in Musik, Worten und Bildern ausdrückt.

 

Unter der interessanten Moderation unserer Reiseleiterin Nadia aus Modena machten wir unseren ersten Stopp mit Gitarrenmusik von Fabrizio de Andre „La guerra di Pietro“ und einer Vorlesung aus dem Buch „La deutsche vita“ von Antonella Romeo, die übrigens hier in Stellingen gelebt hat. So ging es den Abend immer weiter und in den nächsten Stationen begegneten wir u.a. den Literaten Stefano Benni, den Poeten De Filippo aus Neapel oder Carmen Consoli mit ihrer Musik.

 

Und natürlich bestach alle Besucher das ausgewählte fünf-gängige italienische Menu mit

Involtini di bresaola, rucola e scaglie di grana mit Prosecco

Lasagne alla bolognese

Insalata di finocchi

Pizzette di melanzane

Cannoli siciliani und Sorbetto al limone

 

Unsere Reisebegleiterinnen – Nadia aus Modena, Ingrid aus Venedig, Amabile aus Mailand, Imma aus Neapel und Fiorenza aus Rom – zeigten uns ein lebendiges und vielseitiges Italien. So begegneten wir einem lebendigen Italien der Gegenwart ohne Politik in Literatur, Musik und Film

 

Text und Fotos: Hansjürgen Rhein



Kunst mit Brunch: Paula Modersohn-Becker

 

17.04.2016 – Der zweite Kunstbrunch im ausverkauften Bürgerhaus Lokstedt am Sonntagvormittag stand ganz im Zeichen wunderbarer Frauen. Allen voran die bekannte Hamburger Schauspielerin und Moderatorin Veronika Kranich, die mit ihren Kunstvorträgen immer wieder ihr Publikum verzaubert. Dann die viel zu jung verstorbene Malerin Paula Modersohn-Becker, die zu Lebzeiten immer um die Anerkennung ihrer Kunst kämpfen musste. Und nicht zuletzt unser besonderer Gast Dr. Mechthild Modersohn, die uns ihre Großtante Paula mit ein paar Anekdoten aus der Familiengeschichte noch näher bringen konnte.

 

Mit Rainer Maria Rilkes Requiem „Für eine Freundin“ von 1908, dass er für Paula Modersohn-Becker nach ihrem Tode schrieb, begann Veronika Kranich die Reise durch das kurze, aber schaffensreiche Leben der 1876 in Dresden-Friedrichstadt geborenen Paula Modersohn-Becker. Aufgewachsen mit den schönen Künsten, erhielt Paula ab 1893 in Bremen, wohin die Familie Becker bereits 1888 zog, privaten Malunterricht bei Bernhard Wiegand. Im gleichen Jahr sah sie zum ersten Mal eine Ausstellung der Worpsweder Künstlergemeinschaft, der unter anderem Otto Modersohn und Fritz Mackensen angehörten, in der Bremer Kunsthalle. 

 

Veronika Kranich zeichnete ein Bild von Paulas Zeit in Berlin, wo sie ab 1896 Kunstunterricht im Verein der Berliner Künstlerinnen nahm und viele Stunden in den Museen verbrachte, und ihrem Malunterricht bei Fritz Mackensen in der Worpsweder Künstlerkolonie ab 1898. Es folgten Einblicke in die Freundschaft mit der Bildhauerin Clara Westhoff, die erste Reise nach Paris 1899 und die Heirat mit Otto Modersohn 1901. Und immer wieder schaffte es Veronika Kranich mit hoher Vortragskunst begleitet von Paulas Gemälden und nachgesprochenen Auszügen aus den Tagebüchern und Briefen das Seelenleben der Worpsweder Künstlerin offen zu legen, die schwierige Balance zwischen deren Streben nach künstlerischer Weiterentwicklung und dem Gefangensein in gesellschaftlichen Konventionen und finanziellen Abhängigkeiten zu verdeutlichen. 

 

Dass Paula zeitlebens in ihrer Mutter Mathilde Becker eine starke Förderin ihres künstlerischen Schaffens hatte, unterstrich Dr. Mechthild Modersohn und verwies auf die zahlreichen Briefe zwischen Mutter und Tochter, die sie ihrer Lieblingstante Mathilde (Tille) immer wieder vorlesen musste. Und sie erzählte von den zahlreichen Gemälden von Paula in Tilles Bremer Wohnung. Ohne sie könne sie nicht leben, sagte diese einmal.   

 

Die fehlende Anerkennung in der Künstlergemeinschaft von Worpswede und der künstlerische Stillstand der dort lebenden Maler, die nur aus dem Eigenen schöpfen wollten, ließ Paula noch zweimal nach Paris aus- bzw. aufbrechen. Bei diesen Aufenthalten begeisterte sie sich für Werke unter anderem von Paul Cézanne und Paul Gauguin. Nach einer Trennung von Otto Modersohn  kehrte Paula 1907 endgültig nach Worpswede und zu ihrem Ehemann zurück. Die Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Mathilde überlebte Paula nur 18 Tage. Dann starb sie aufgrund einer Lungenembolie am 20. November 1907 mit nur 31 Jahren mit den Worten „Wie schade!“.

 

„Wie schade!“ hörte man auch aus dem Publikum, als Veronika Kranich zum Ende ihres Vortrages noch einmal Rilkes Requiem abspielte. Schade, dass eine so große Künstlerin, die in ihrem kurzen Leben 750 Gemälde, darunter viele Selbstbildnisse, Stillleben und Kinderportraits, sowie circa 1000 Zeichnungen schuf, so früh gehen musste. Und schade, dass dieser großartige Vortrag nun zu Ende war. Begeistert von einer hervorragenden Veronika Kranich und dem leckeren Buffet waren sich alle Gäste einig: Es muss einen dritten Kunstbrunch geben – und der kommt im Herbst 2016. Dann wird der Künstler Salvador Dalí heißen.

 

 

Text: Christin Döring

Fotos: Christin Döring und Uschi Ihsche

 

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Ausstellungseröffnung: Lucia Meyer

Irgendwo zwischen Orient und Flensburg nachts um 23.10 Uhr

 

01.04.2016 – Eine spannende Künstlerin, 25 eindrucksvolle Bilder aus ihrem Schaffen von 2005 bis 2016, das Haus voller Gäste und leckeres Catering vom Rauhen Haus: Das waren die Zutaten für die äußerst gelungene Ausstellungseröffnung am Freitagabend im Bürgerhaus Lokstedt.

 

Zum ersten Mal stellt Lucia Meyer ihre Werke hier in Lokstedt aus und das hat eine große persönliche Bedeutung für sie. Denn als sie vor 30 Jahren ihre Heimat Kroatien verließ und nach Hamburg kam, war der Lokstedter Weg 9 ihre erste Adresse. Bald darauf hat Lucia Meyer aufgrund einer psychischen Erkrankung zur Malerei gefunden. Seit 2009 ist sie Mitglied bei crazyartists e.V. und seit 2012 malt sie im Rauhen Haus.

 

Motive sind Hamburger Stadtbilder, Naturszenen sowie politische und gesellschaftliche Themen, die sie mit unterschiedlichen Techniken und Materialien auf kleine Blätter und große Leinwände bannt. Und so findet man nicht nur Heu und Blumenerde sondern auch Liköre in ihren Bildern, die zuerst in dem „wahnsinnig tollen Kino“ in ihrem Kopf entstehen.

 

Finissage am Donnerstag 19. Mai, ab 18 Uhr können Interessierte bei Kaffee und Kuchen noch einmal die Ausstellung sehen und Fragen an die Künstlerin stellen. Danach hängen wir die Bilder ab. Der Eintritt ist frei.

Bei Interesse melden Sie sich bitte im Büro unter Telefon 56 52 12 oder

per Mail an info@buergerhaus-lokstedt.de

 

Text: Christin Döring

Fotos: Joerg Kilian

 

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Integratives Ferienprogramm „Lebendige Nachbarschaft“

vom 7. bis 18. März 2016 im Bürgerhaus Lokstedt

 

Das Ferienprogramm Ostern 2016 zur Förderung der Integration unter dem Motto „Lebendige Nachbarschaft“ war die Fortsetzung unseres Herbstprogramms 2015 und eine Ergänzung des laufenden Veranstaltungskalenders vom Lokalen Bündnis für Familie in Lokstedt. In den Kursgruppen lernten sich Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Frankreich, Italien, Syrien, Somalia, der Türkei und vielen anderen Ländern kennen. Zusammen hatten sie eine Menge Spaß. 

 

Die Ferienkurse starteten am 7. März 2016 mit Hip Hop Tanz. 10 Mädchen zwischen 8 und 11 Jahren haben an dem dreitägigen Tanzprojekt unter der Leitung von Tanzpädagogin Rebecca Ehrenholz mit viel Spaß und Motivation eine Choreographie gelernt. Bei der Vorführung am dritten Tag waren die Eltern erstaunt, was ihre Kinder in so kurzer Zeit unter professioneller Anleitung erlernt haben. Der Auftritt war ein voller Erfolg, Mädchen, Mütter und Väter sehr stolz. Die Kursleiterin zeigte sich sehr beeindruckt von der Entwicklung, welche die Kinder in den drei Tagen durchlaufen haben.

 

Am 7. und 8. März 2016 stand Kreatives Gestalten unter der Leitung von Christin Döring auf dem Programm. 15 Mädchen und ein Junge wollten am ersten Tag basteln. Zuerst kreierten alle mit Papier, Schere, Stiften, Perlen und Kleber eigene Namensschilder und stellten sich dann in einer Begrüßungsrunde mit Vornamen und Hobby vor. Danach bekam jedes Kind eine graue Papprolle, die es nach eigenen Vorstellungen gestalten konnte. An zwei Tagen zauberten die Kinder mit großer Begeisterung und viel Konzentration aus unscheinbaren Klorollen Prinzessinnen, Osterhasen, Clowns, Mädchenfiguren, ein Spielfeld mit zwei Fußballern, einen Totempfahl, einen Eskimo, eine Raupenfamilie samt Futternapf, einen Piraten und zwei Stifthalter. Aber nicht nur die Ergebnisse waren beeindruckend, auch das tolle Miteinander der Kinder. Und so herrschte trotz der sehr großen Teilnehmerzahl eine angenehme Atmosphäre, in der die Kinder sich austauschten und zusammen lachten. 

 

Am Kurs Englisch als Fremdsprache im Alltag von Montag, 7. März, bis Freitag, 11. März 2016, jeweils von 19 bis 21 Uhr haben 7 Kinder, Jugendliche und Erwachsene teilgenommen. Für die Kursleiterin Simona Rasi und die Teilnehmer war es eine sehr schöne Erfahrung trotz der Unterschiede im Alter und im Sprachniveau. Es wurde viel gesprochen und alle hatten Spaß zusammen. 

 

Beim Swinggören Tanzworkshop am 12. und 13. März 2016 gab es ein freudiges Wiedererkennen eines Kindes, das bereits beim ersten Swing-Tanzworkshop im Bürgerhaus Lokstedt unter der Leitung von Nina Gawantka (Herbstferienprogramm 2015) dabei war: „Ich kenne dich!“. 10 alte und neue Kinder zwischen 6 und 8 Jahren machten an dem Wochenende mit. Beim Warm up im Kreis stimmten sich alle zur Musik auf das gemeinsame Swing-Tanzen ein. Es entstand schnell ein fröhliches Miteinander. Das gemeinsame Zug fahren mit dem Mambo-Tanzschritt und das Tanzen mit einem Partner machte allen besonderen Spaß. Es dauerte nicht lange, bis sich auch neue Paare bildeten. Am Ende: Große Aufregung vor der Aufführung und dann der wohlverdiente Applaus für die gezeigte Choreographie. 

 

Der Trickfilm-Kurs vom 14. bis zum  17. März 2016 fand in der Zeit von 16.30 bis 18.30 Uhr statt. Leider war die Teilnahme nicht so gut wie erwartet. Zunächst wurden die beiden Teilnehmer in die Prinzipien der Erstellung eines Brickfilms mit Hilfe der Stop-Motion Technik eingewiesen. Dann folgten auf die gemeinsame Entwicklung einer kurzen Geschichte mit Hilfe eines Storyboards und die Unterstützung beim Bau der Szene, der Darsteller und Props aus LEGO-Steinen und anderen Materialien, Ausleuchtung, die ersten Testaufnahmen. Am Donnerstag gab es ein eigenständiges Shooting der Teilnehmer, die sich mit Regie, Kamera, Bühnenbau, Licht und der Animation der Charaktere fließend abwechseln. In nur etwa zwei Stunden wurden insgesamt 41 Sekunden à 12 Frames – mit wechselnden Szenen – gedreht.

Das gedrehte Rohmaterial wurde aufgrund der knappen Kurszeit vom Kursleiter Joerg Kilian nachbearbeitet: in der Dauer gestreckt, mit einer Audiospur und Spezial-Effekten sowie einem Titel und einem Abspann versehen. Die Teilnehmer waren mit unglaublichem Eifer bei der Sache und hätten gerne noch länger an ihrem Werk gearbeitet: "Können wir morgen und am Wochenende weitermachen?".  

Mit einer intensiven Vorstellungsrunde inklusive gegenseitigen Interviews startete der Kurs Deutsch als Fremdsprache im Alltag, der vom 14.  bis zum 17. März 2016 in der Zeit von 14 bis 16 Uhr stattfand. Folgende Themen wurden von Kursleiter Joerg Kilian und den 6 Teilnehmern besprochen: „Jahreszeiten“ mit offenen Dialogen und Fragestellungen rund um Jahreszeiten, Monate, Klima, Wetter, Aktivitäten sowie Pflanzen und Früchte , "Sport und Ernährung" und das Wunschthema "Fußball" mit selbständigem Kommentieren eines Fußballspiels (Youtube) auf Deutsch. Auch Ratespiele wie "Werwolf", "Wer bin ich?" und "Tabu" sowie das gemeinsame Anschauen einer Folge der "Sendung mit der Maus" war Inhalt dieses Kurses. Ganz offensichtlich hatten alle Beteiligten viel Freude beim Deutsch lernen. 

 

Bei der Musikalischen Früherziehung am 15. und 16. März 2016 von 11.30 bis 13.30 Uhr waren leider nur drei Kinder zwischen 4 und 6 Jahren anwesend. Die Kursleiterin Marion Böller konnte somit nicht das geplante Programm durchführen, aber die Mädchen haben mit großer Begeisterung getanzt, gesungen und Instrumente gespielt, darunter Gitarre und Klanghölzer. Auch in diesem kleinen Rahmen hat es den Kindern, ihren Begleitern und Frau Böller viel Spaß gemacht. Ein Mädchen aus Lokstedt und ein syrisches Mädchen haben sich gleich zum Spielen verabredet. 

 

In Kooperation mit der Bücherhalle Lokstedt, der Freien Evangelischen Gemeinde Lokstedt und der Lenzsiedlung konnte ein abwechslungsreiches Ferienangebot in Lokstedt auf die Beine gestellt werden, dass Begegnungen zwischen Flüchtlingskindern aller Altersstufen und Kindern und Jugendlichen aus der Lokstedter Nachbarschaft ermöglichte. 

 

Ein ganz großes Dankeschön an alle Beteiligten! 

Christin Döring

 

Hier einige Fotos und Filmclips aus dem Ferienprogramm.

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26. Lokstedter Abend – Unsere Sportvereine

 

19.02.2016 – Diesmal hatten wir die fünf Sportvereine des Stadtteils eingeladen, sich und ihre wechselhafte Geschichte vorzustellen. Sie haben seit vielen Generationen das gesellschaftliche Leben in Lokstedt entscheidend geprägt. Da unsere Haus für Großveranstaltungen diesr Art nicht geeignet ist, sind wir der Einladung von Uwe Klüter von der Freien Evangelischen Gemeinde gefolgt.

 

Bereits am Vortag wurden emsig Vorbereitungen getroffen – mit vielen eherenamtlichen Helfern unseres Hauses und seitens der Kirche bis spät in den Abend hinein: Mehr als 80 kg Kartoffeln, Steckrüben und Zwiebeln sowie mehr als 10 kg Fleich mussten geputzt, geschält, geschnippelt, geschnitten und gekocht werden. Glücklicherweise boten die beiden Küchen des Hauses reichlich Platz dafür.

 

Kurz nach 18 Uhr kamen dann die ersten der fast 80 Gäste, so dass Hans-Joachim Kammradt fast pünktlich mit einer kurzen Begrüßung den Abend beginnen konnte. Auch Hausherr Pastor Uwe Klüter hatte einige warme Worte an die Anwesenden zu richten, bevor er das Wort an Joerg Kilian übergab, der die fünf Protagonisten des Abends, nämlich die Sportvereine begrüßte – nicht ohne kurz seine eigenen Erfahrungen mit einigen von diesen humorvoll zu kommentieren.

 

Großen Gefallen fand der 10-minütige Film von Felix Kautsky, den er aus dokumentarischem Material des 25. Lokstedter Abends zusammengestellt hatte (siehe Videoeinblendung unten). 

 

Dann folgte die Vorstellung des jüngsten Mitglieds der Lokstedter Sportvereine, der Deutsche Alpensportverein kurz DAV – Sektion Hamburg und Niederelbe, vertreten durch Verena Dylla. Sie konnte nicnt nur die über alle Wipfel sichtbare Kletteranlage des Vereins, sondern auch die Vorzüge einer Mitgliedschaft für die Ausübung alpiner Aktivitäten sehr überzeugend darstellen.

 

Gunnar Marquard vom Fußballverein Eintracht Lokstedt hatte sich wie ein Profi-Entertainer auf den abend vorbereitet und erzählte launig aus der Vereinsgeschichte, von allen Höhen und Tiefen der starken "Familie Eintracht" – dem kleinsten Lokstedter Verein. Als Sondereinlage kam eine halbe Mannschaft der E-Jugend samt Trainer auf die Bühne und verschenkte schöne weiße Bälle im Publikum – unvergesslich!

 

Als kleine Einlage rezitierte Klaus Knuth ein rührend schönes Gedicht, das er vor einigen Jahren für den Verein geschrieben hatte.

 

Der Sportclub Victoria wurde von Heinrich Helmke vorgestellt. Obwohl mit einem Bein in Eppendorf, ist der Club seit jeher auch in Lokstedt aktiv. Auch in diesem Verein dominiert Fußball, bis in die obersten Ligen hinauf. Jedoch werden auch Sportarten wie Handball, Leichtathletik und Tennis betrieben – teilweise mit überregional vorzeigbaren Mannschaftsleistungen.

 

Für's Erste genug der Reden  … das Nationalgericht wurde serviert: Steckrübeneintopf mit Kartoffeln, garniert mit sautierten Zwiebeln und Speck – zum Nachtisch Rote Grütze! Obwohl viele einen kräftigen Nachschlag verlangten, war so reichlich gekocht worden, dass noch einige "Doggy Bags" mit nach Hause nahmen. Die beiden letzten Vortragshalter hatten es ob der gut gefüllte Mägen nicht leicht, die Aufmerksamkeit der Gäste zu erlangen.

 

Trotzdem wurde es noch sehr kurzweilig mit dem Überblick, den uns Frank Gamper, Pressewart des Turnverein Lokstedt, präsentierte. Der traditionsbewusste Verein von 1892 ist mitten in einem Erneuerungsprozess, der sicht nicht nur durch attraktive Bauvorhaben und erweiterte Angebote, sondern auch durch ein frisches Erscheinungsbild und eine nigelnagelneue Homepage ausdrückt.

 

Die umfangreichste Palette konnte dann Joachim Hauptvogel vom Verein Grün-Weiss Eimsbüttel anbieten. Die mitgliederstarke Organisation am Rande von Lokstedt, mit Eimsbüttel als Einzugsgebiet, bietet u.a. Präventions- und Reha-Sport, widmet sich stark den Aktivitäten für Kinder und Jugendliche aus der nahen Lenzsiedlung und bot bereits sehr früh integrative Sportangebote für Flüchtlingskinder an.

 

Zum Abschluss gab uns Pastor Uwe Klüter einen irischen Reisesegen – eine mehr als nette Geste! Es wären sicherlich noch mehr Gäste gekommen, hätten wir nicht an diesem Abend mit dem attraktiven Fußballmatch HSV : St.Pauli konkurrieren müssen. Mit drei fußballbegeisteren Vereinen in der Runde, sollten wir uns freuen, dass überhaupt so viele gekommen sind. Allen unser Dank!

 

Danke an Uwe und Frauke Klüter, die uns nicht nur die Räume zur Verfügung gestellt haben, sondern tatkräftig unterstützen. Wir danken allen ehrenamtlichen Helfern, besonders dem Koch Peter Otto und dem Ehepaar Ihsche, die sich für unser leibliches Wohl die halbe Nacht um die Ohren geschlagen haben.

 

Auch der 26. Lokstedter Abend wurde mit einer farbigen 24-seitigen Broschüre dokumentiert, in dem sich alle fünf Vereine vorstellen. Unser besonderer Dank gilt Karsten Bornhold, der uns dafür historisches Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat. Das Heft kann - solange Vorrat – im Zeitschriftenladen in der Grelckstraße zum Preis von EUR 5,- erworben werden.

 

Text: Joerg Kilian und Hans-Joachim Kammradt

Fotos: Christin Döring

 

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Southland New Orleans Jazz

 

07.02.2016 – Die Southland New Orleans Jazz Band spielte wieder einmal im Bürgerhaus Lokstedt vor vollbesetztem Hause. Das fachkundige Publikum klatschte begeistert, wenn der Jazzband ein Part besonders gut gelungen war oder sie einen der bekannten Songs - wie Breeze oder Rhythm Club Stomp - spielte.

 

In der Pause nutzte jeder die Gelegenheit, bei einem Glas Rotwein und einer Laugenstange mit seinem Nachbarn oder Bekannten sich zu unterhalten. Zum Schluss gab es statt einer Zugabe als Überraschung eine Aufzeichnung der Southland New Orleans Jazz Band im Bürgerhaus aus dem Jahre 2001 zu hören. Und selbst die Band mußte schmunzeln, als sie sich bei "Any Time" einzeln wiedererkannten. Besonderen Beifall erhielt der damalige Pianist Eddi Gehricke, der in seinem hohen Alter dem Jazz treu geblieben ist und im Publikum saß.

 

"Es war ein wunderschöner Jazzabend und sollte im Bürgerhaus häufiger angeboten werden", schwärmte eine Besucherin begeistert beim Verabschieden.

 

Fotos, Text und Video: Hansjürgen Rhein

 

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Im Gespräch mit change.org

 

05.02.2016 – Stetig abnehmende Wahlbeteiligungen, Politik(er)verdrossenheit und „Die machen sowieso was sie wollen“-Frust werden seit Jahren beklagt. Dass Bürger aber viele Möglichkeiten zur Einflussnahme haben, hat vor allem Gregor Hackmack immer wieder unter Beweis gestellt. Als Mitgründer von abgeordetenwatch.de, einer Internet-Plattform, auf der Bürger Politiker öffentlich befragen können und diese öffentlich Antwort geben, hat er das Bewusstsein aller Politiker für ihren Wählerauftrag nachhaltig geschärft.

 

Als Initiator des Hamburgischen Transparenzgesetzes hat er dafür gesorgt, dass Hamburg zu einem Leuchtturm der Informationsrechte der Bürger in der ganzen Bundesrepublik wurde: die Verwaltung ist verpflichtet, alle wesentlichen Informationen – auch ihre Verträge (Memo: Elbphilharmonie) – unaufgefordert zeitnah auf transparenz.hamburg.de zu veröffentlichen. In seinem Buch „Demokratie – einfach machen“ hat er eindrucksvoll beschrieben, welche Möglichkeiten Bürger schon heute zur Mitwirkung haben. Eine dieser Möglichkeiten hat er gestern als Deutschland-Geschäftsführer der weltweit größten Petitionsplattform change.org vorgestellt.

 

Hackmack stellte anhand konkreter Beispiele vor, wie Petitionen entstehen und Funktionieren. Durchschnittlich endet alle vier Tage eine Petition erfolgreich. Es gibt sowohl sehr große Petitionen, die bundesweiter Unterstützung und auch einer Finanzierung bedürfen (z.B. Verfassungsbeschwerde gegen CETA mit über 36.000 Mitklägern und mehr als 140.000 Unterstützern), als auch solche, die eher nur lokal von Bedeutung sind. So wurde beispielsweise als Ergebnis einer Bürgerpetition eine beispielhafte Lösung für Pfandflaschensammler am Hamburg Airport gefunden: Der Flughafen hatte immer wieder Strafanzeigen gegen Flaschensammler gestellt. Als Ergebnis der Petition, die zu Gesprächen mit dem Flughafenmanagement führte, wurden alle Strafanzeigen zurückgezogen, und es entstanden drei Arbeitsplätze für Pfandflaschensammler, die zuständig für dafür besonders aufgestellte Behälter sind.

 

Im Gegensatz zu einigen anderen Organisationen, die auch online Unterschriften sammeln hinter denen jeweils eine Kampagnenorganisation steckt, die die Ziele vorgibt und dann um Unterstützer wirbt, formulieren die Bürger auf change.org ihre eigene Petition, für die dann online Unterstützer unter den mittlerweile mehreren Millionen Unterstützern in Deutschland gesucht werden. Eine Petition zu starten ist einfach und verursacht für eine private Person keine Kosten. Wenn man erfolgreich sein will, sollte die Petition einen guten Titel und den richtigen Adressaten haben und das Problem sowie die angestrebte Lösung beschreiben. Auf der Plattform gibt es dafür gute Hinweise. Die Finanzierung der Plattform kommt von Nichtregierungsorganisationen, die bereit sind eine Gebühr für E-Mail-Adressen von Benutzern zu zahlen, die dem ausdrücklich zugestimmt haben.  

 

Text: Helena Peltonen Fotos: Alfred Gassmann, Joerg Kilian

 

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Lokstedt trifft sich

16.01.2016 – Unter diesem Motto könnte der diesjährige Neujahrsempfang gestanden haben. Die gut 70 Gäste – nicht nur Lokstedter – hatten nach der Begrüßung durch den Hausherrn und einem kurzen "Gruß ans Haus" von Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke reichlich Gelegenheit sich an dem farbenfrohen Büffet zu laben und bei anregenden Gespräche einander näher zu kommen.

Der Bilderbogen unten (Fotos: Bettina Bott, Christin Döring, Joerg Kilian) zeigt einen Querschnitt und gibt die hervorragende Stimmung bestens wieder. Falls sich jemand gelangweilt haben sollte, bitte melden …

 

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Du spinnst wohl – Eine Lesung mit Kai Pannen

12.12.2015 – Über 30 Kinder, Eltern und Großeltern haben am Samstag definitiv die richtige Entscheidung getroffen: Sie sind ins Bürgerhaus Lokstedt gekommen, um statt vorweihnachtlichen Einkaufsstress einen entspannten, sehr unterhaltsamen und auch besinnlichen Nachmittag zu erleben. Der wunderbare Grund dafür war der Lokstedter Autor und Illustrator Kai Pannen und sein Buch „Du spinnst wohl“, das einige Wochen zuvor erschienen ist. 

 

Pünktlich zur Weihnachtszeit stellte Pannen dem erwartungsvollen und gut gelaunten Publikum die grummelige Kreuzspinne Karl-Heinz und die Stubenfliege Bisy vor. Bisy landet nämlich ausgerechnet am 1. Dezember in das klebrige Netz von Karl-Heinz, der hocherfreut ist über diesen Weihnachtsbraten. Aber bis zum Festtagsschmaus am 24. Dezember ist es allerdings noch etwas hin, und Bisy denkt gar nicht daran, aufzugeben. 

 

Bisy geht Karl-Heinz so richtig auf die Nerven, mit seinem Gequatsche und seinen Wünschen. So muss Karl-Heinz für ihn ein Entschuldigungsschreiben aufsetzen, weil Bisy aufgrund seiner misslichen Lage einen wichtigen Termin nicht wahrnehmen kann. Er kratzt ihm die juckende Nase und füttert ihn mit Leckereien. Gemeinsame Ausflüge wie der Einkaufsbummel auf dem Weihnachtsmarkt der Krabbeltiere, der Besuch beim Zahnarzt Doktor Schnake und bei Tante Kassandra bringen das sonst eher eintönige Spinnenleben von Karl-Heinz ziemlich durcheinander. 

 

In 24 Kapiteln erzählte Kai Pannen, der seit vielen Jahren erfolgreich für namhafte Verlage illustriert und zauberhafte Aminationsfilme macht, eine außergewöhnlich schöne Adventsgeschichte für alle von 3 bis 103. Und ob Karl-Heinz es wirklich über sein kaltes Spinnenherz bringt, Bisy am Heiligen Abend zu verspeisen, das muss jeder selbst herausfinden. Am Samstag jedenfalls musste niemand Fliegen essen, da es saftigen Schokokuchen, leckere Weihnachtsplätzchen und Kaffee gab.

 

Zurzeit ist das Buch leider vergriffen, aber eine neue Auflage wird 2016 erscheinen. Also, unbedingt vornotieren auf der Weihnachtswunschliste für 2016, 2017, 2018 ...

 

Fotos: Christin Döring, Joerg Kilian

 

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Alle Teilnehmer des Nikolaustags mit Kunsthandwerk (Foto: Klaus Pöppelmann)
Alle Teilnehmer des Nikolaustags mit Kunsthandwerk (Foto: Klaus Pöppelmann)

Vorweihnachtliche Schätze – stöbern und entdecken

06.12.2015 - Der Nikolaustag mit Kunsthandwerk war ein voller Erfolg. Zufriedene Besucher haben den freundlichen Empfang, die heimelige Atmosphäre und die große Vielfalt der Aussteller gelobt, auch alle Aussteller haben sich wohlgefühlt und waren zufrieden. Zur stimmungsvollen Eröffnung schmetterten die Hörner unserer Lokstedter Jäger, die im Garten unter dem Zelt eine bunte Mischung ihrer Waidmannskunst darboten. Drinnen gab Frau Eccard eine klangvolle Kostprobe auf ihrer Harfe. Kulinarisch wurden die Besucher mit Herzhaftem, Kuchen, Kaffee, Saft und Glühwein verwöhnt. Die Kinder hörten spannende Adventsgeschichten und konnten bunte Kerzen basteln. Zum krönenden Abschluss kam der Nikolaus und verteilte zur Freude der Kinder kleine süßen Gaben. Fotos: Joerg Kilian

 

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Liebe, Wahnsinn und Leichen im Schuhschrank – Teil III

21.11.2015 – Rappelvoll mit bestens gelaunten Frauen und Männern war das Bürgerhaus am Samstagabend. Kein Wunder, denn drei wunderbare Hamburger Autorinnen hatten sich angkündigt: Liefka Würdemann, Sabrina Schauer und Johanna Wack. Schon seit vielen Jahren mischen sie die Lese- und Poetry-Slam-Szene im deutschsprachigen Raum erfolgreich auf. Und dass das Bürgerhaus Lokstedt ihre zweite feste Spielstätte geworden ist, macht uns schon ein bisschen stolz. 

Von der ersten Minute bis zur letzten Zugabe brannten sie nun schon dritten Mal ein gewaltiges Textfeuerwerk hier ab. Sabrina Schauer schilderte herrlich böse, was passiert, wenn man einen Hamster tottritt, einem vor zwei Polizeibeamten ganz zufällig Haschischbeutelchen aus dem Arsch purzeln oder die durchgeknallten Nachbarn die Einweihungsfeier in eine überraschende Richtung lenken. Mit auch nicht weniger problematischen Szenen aus dem Leben beglückte uns Liefka Würdemann und warnte das Publikum vor Bleigießen mit Kindern, wenn die Erwachsenen immer nur Schwänze erkennen, und vor Hochzeitfesten mit Männern, die Krawatten mit Comicfiguren tragen. Johanna Wack beschrieb eindrucksvoll wie die Angst vorm Verlassenwerden ein derart absurdes Kopfkino auslösen kann, dass am Ende die Frau erst ihren Mann mit einer Haarnadel und dann sich selbst in der Elbe töten will.    

Die wortgewandten Damen und ihre Texte haben absolutes Suchtpotential und therapeutische Wirkung zugleich. Den Satz „Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht!“ habe ich das letzte Mal so häufig im Mai 2015 gehört beim zweiten Teil von Liebe, Wahnsinn und Leichen im Schuhschrank. Und am 4. Juni 2016 geht der Wahnsinn in die vierte Runde. Wie schön… 

 

Text Christin Döring

 

unten Fotos und Videos von Joerg Kilian


Bajan-Konzert mit Waldemar Keil

20.11.2015 – Es hat im Bürgerhaus Lokstedt schon viele, unvergesslich schöne Konzertabende gegeben. Aber das Bajan-Konzert am Freitagabend gehört zweifelsohne zu den ganz besonderen. Bereits zum dritten Mal folgte der fabelhafte Musiker Waldemar Keil unserer Einladung und zeigte in einem Soloprogramm sein virtuoses Können am 15,4 kg schweren Knopfakkordeon. 

1970 in Kasachstan geboren, entdeckte er schon als Sechsjähriger seine Liebe zum Bajan. Auf der Musikschule in Karagada wurde er von Eduard Frickel ausgebildet. 1985 folgte die Lehre an der Musikfachschule in Koktschetaw und 1989 die Ausbildung an der Musikhochschule in Wladiwostok. Seit seinem Umzug nach Hamburg im Jahre 1994, ist er deutschlandweit mit sehens- und hörenswerten Musikprojekten unterwegs und begeistert das Publikum.

Auch die Zuhörer im Bürgerhaus gerieten ins Schwärmen, als der erfahrene Konzertmusiker bei klassischen und modernen Stücken seine Finger präzise und in teilweise atemberaubend schnellem Tempo über die zahlreichen schwarzen und weißen Knöpfe seines Instrumentes gleiten ließ. Ob „Kalina krasnaja“ oder die „Bulgarische Suite“ von W. Semjonov, „Licht und Schatten“ von P.Pizzigoni oder „Libertango“ von A. Piazolla, Waldemar Keil versteht es grandios, mit Musik Bilder zu malen. Auch der jüngste Gast des Abends, der einjährigen Vlad, lauschte hochkonzentriert und mit sichtbar großem Genuss. Zum Abschluss spielte Waldemar zur Überraschung und Freude aller zusammen mit seiner Frau Elena Keil, einer tollen Konzertpianistin. Und so waren wir uns nach diesem Konzert einig, Waldemar Keil muss wiederkommen. 

 

Text Christin Döring

 

unten Fotos und Video von Joerg Kilian


Jemen – noch "Arabia Felix"?

05.11.2015 – Fast zwei Dutzend Gäste kamen zu dem exzellenten Lichtbildervortrag über den Jemen. Für Karl Grötzner eine Premiere im Bürgerhaus, für uns der erste Lichtbildervortrag mit "echten" Dias – zumindest in diesem Jahr. Die Reise hatte er in 2002 – trotz den damals bereits bestehenden Warnungen des Auswärtigen Amtes – als militärisch eskortierte Gruppenreise angetreten. Beginnend in der Hauptstadt Sanaa auf einer Route die über Berg-Jemen bis in die südliche Küstenregion führte – die bereits afrikanische Züge trägt. Eine weitere Route führte ihn durch den Wadi Hadramaut bis nach Shibam – dem Chicago der Wüste.

 

Nach einem kurzen geschichtlich-poltischen Abriss erfuhren wir im Laufe der virtuellen Rundreise vieles über Sitten und Gebräuche, Beobachtungen des Alltagsleben, gesellschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche, technische und architektonische Besonderheiten des Landes. So, dass Jemen das Ursprungsland des Kaffees ist – der Name des alten Umschlaghafens zeugt davon: al-Muchā (Mokka).

 

Ich konnte mich nicht zurückhalten und musste in der Pause auf den ausgezeichneten neuen Film von Werner Herzog hinweisen: Königin der Wüste mit Nicole Kidman in der Hauptrolle spielt in eben dieser Region, zu Zeiten der territorialen Neuordnung nach dem Ersten Weltkrieg. Bei der kurzen Diskussion stellte sich heraus, dass die Mehrzahl der Gäste bereits im Jemen gewesen waren und jetzt eine gute Gelegenheit sahen, ihre eigenen Erfahrungen aufzufrischen und mit den anderen zu teilen.

 

Da es derzeit nicht besonders zu empfehlen ist, diesen Teil der Welt zu bereisen, wurden die Bilder und Berichte von allen – man kann sagen – fast gierig aufgesogen. Der Erzählstil Grötzners ist pointiert, sehr lebendig und mitunter sprunghaft schnell, so dass man gut aufpassen muss, will man alle Details mitbekommen. Aber, alle waren sich einig: es wird nicht der letzte Lichtbildervortrag mit Karl Grötzner sein. Vielen Dank!

 

Text und Foto Joerg Kilian


Jahrhundert-Stadtteil Hoheluft

 

15.10.2015 – Der Lichtbildervortrag von Klaus Tornier lockte viele interessierte Menschen des Bezirks zu uns ins Bürgerhaus. Unter dem Stichwort "Jahrhundert-Stadtteil Hoheluft" zeigte er das für sein Hoheluft-Buch verwendete Bildmaterial mit weit über 100 Motiven, zu denen er auch jeweils detailreiche Geschichten und Fakten zum Besten geben konnte – immer wieder unterbrochen von Fragen und Zwischenrufen des sehr aufmerksamen Publikums.

 

Im Gegensatz zu Lokstedt, das vor hundert Jahren noch zu Pinneberg und Holstein gehörte, war Hoheluft städtisches Gebiet der Hansestadt und hat so auch eine andere städtebauliche, wirtschaftliche und soziale Struktur entwickelt, die allerdings im Zweiten Weltkrieg großteils zerstört wurde. Der Journalist und Sammler historischer Zeitschriften und Zeitungen zeigte einmalige Bilddokumenten, die dies wunderbar belegen und zog gelegentlich auch Passagen aus seinem Buch heran.

 

Im Norden Hohelufts reihten sich entlang der Gärtnerstraße etliche Gartenbaubetriebe aneinander, gleich südlich davon die Tabaksfabriken van Eicken und Kyriazi Frères. Am heutigen Straßenbahnring gab es große Fahrzeugwerkstätten in der Busse, Straßen- und S-Bahnwagons gefertigt wurden. Auf dem Isebekkanal schwammen Schuten und Leichter und gaben dem Bild ein Gepräge von holländischen Grachten. Im Generalsviertel wohnte bereits zu jener Zeit das besser betuchte Bürgertum.

 

Heute ist Hoheluft durch die gleichnamige Chaussee in zwei Teile gespalten, West- und Ost-Hoheluft, die auch zu zwei unterschiedlichen Bezirken Hamburgs gehören. In Hoheluft-West ist seit 1892 das einzige Hamburger "Dax-Unternehmen" beheimatet: Die Beiersdorf AG ist gerade dabei ihr Hauptquartier an der Grenze zu Eimsbüttel und Lokstedt zu erweitern.

 

Wird es bald auch ein Lokstedt-Buch geben? In jedem Fall würden wir uns freuen, Klaus Tornier bald wieder in unserem Haus begrüßen zu dürfen.

 

Text und Foto Joerg Kilian


Die Musikerinnen Susanne Etmanski (Sopran) und Mari Inoue (Klavier) strahlen beim wohlverdienten Applaus
Die beiden Musikerinnen strahlen beim mehr als wohlverdienten Applaus

Liederabend auf Umwegen

10.10.2015 – Der Konzertabend war dann trotz aller widrigen Umstände mehr als gelungen. So jedenfalls die Stimmen der mehr als 20 Gäste, die sich auf den Weg zur Freien evangelischen Gemeinde Lokstedt gemacht hatten, nachdem sie an der Tür des Bürgerhauses einen Zettel vorfanden, auf dem eine Verlegung der Veranstaltung angekündigt wurde. Diese organisatorische Änderung war notwendig, da in den Räumen des Bürgerhauses noch ein Bridge-Turnier stattfand. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten möchten wir uns entschuldigen und geloben Besserung!

 

Zum neuen Veranstaltungsort glücklicherweise nur ein Fußweg von wenigen Minuten. Das Konzert begann mit leichter Verspätung gegen 20 Uhr, um auch den wenigen Nachzüglern die Gelegenheit zu geben, noch alles mitzubekommen.

 

Die Sopranistin Susanne Etmanski und Pianistin Mari Inoue nahmen die veränderten Gegebenheiten ohne mit der Wimper zu zucken hin und freuten sich – wie auch viele der Zuhörer über die vorzügliche Akustik des großen Raumes. Vorgetragen wurden Lieder von Schumann, Schubert, Mendelssohn-Bartholdy sowie Liszt, Brahms und Strauss – allesamt Vertreter der Romantik und gefühlsstarken Sturm- und Drangzeit des 19. Jahrhunderts.

 

Die helle und starke Stimme der Sopranistin füllte den Raum bis in jeden Winkel; die Finger der Pianistin flogen in filigraner Choreografie über die Tasten. Neben den gemeinsam vorgetragenen Liedern gab es auch einige Soli der Pianistin wie beispielsweise die bekannten "Liebesträume" von Franz Liszt. Susanne Etmanski erläuterte auf liebenswerte Weise die Hintergründe, Texte und Motive der einzelnen Lieder, so dass das Publikum nicht nur klangliche Genüsse, sondern auch noch viel Wissen mitnehmen konnte.

 

Am Ende dann der wohlverdiente, nicht enden wollende Applaus mit etlichen "Bravi", so dass die Künstlerinnen vom Publikum erst nach einer feinen Zugabe "entlassen" wurden. 

 

Unser großer Dank gilt Uwe Klüter – Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Lokstedt –  der sich nicht nur ad hoc bereit erklärt hat, den Liederabend in seinen Räumen stattfinden zu lassen, uns großzügig die verbliebenen kalten Platten, nebst Kaffee und Kuchen seines nachmittäglichen Benefiz-Konzerts kostenfrei zu überlassen – sondern uns in jeder erdenklichen Form unterstützt hat. Zum Dank hat das Bürgerhaus seiner Gemeinde alle Spendengelder des Abends sowie einen Gutteil der Eintrittserlöse für das neue Klavier gespendet, das die Pianistin freundlicherweise benutzen durfte.

 

Text und Foto Joerg Kilian

 

Weitere Bilder vom Liederabend:

https://www.facebook.com/joerg.kilian/posts/10208157191233951

 

Ein kurzes Video vom Liederabend:

https://www.facebook.com/joerg.kilian/videos/10208156919907168

Wilde Geister – Sanfte Seelen: ein Liederabend mit Susanne Etmanski (Sopran) und Mari Inoue (Klavier)
Programm und Profile der Künstlerinnen des Liederabends mit Susanne Etmanski (Sopran) und Mari Inoue (Klavier) veranstaltet vom Bürgerhaus Lokstedt in den Räumen der Freien Evangelischen Kirche Lokstedt am 10. Oktober 2015
Programm Wilde Geister – Sanfte Seelen.p
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Southland Jazz Band

02.10.2015 – Was passt besser an einem Freitag im Frühherbst als ein swingend unterhaltsamer Abend mit der Hamburger "Southland New Orleans Jazz Band"!?

Gut zwei Duzend Gäste – die meisten davon Stammgäste der Combo – lauschen mit rhythmisch wippenden Füßen den Klängen, die die acht reifen Herren ihren Instrumenten entlocken.

Die heutigen Bandmitglieder sind Dieter Fascher (Trompete, Gesang), Bernd Dieter Kalmring (Saxes), Claus-G. Winkelmann (Klarinette, Sopransax), Axel Vallée (Posaune), Hartmut Entrich (Banjo), Wolfgang Frehse (Piano), Rainer Kind (Sousaphon) und Dieter Sommer (Waschbrett, Gesang).


Claudius-Lesung

01.10.2015 – Hanns Friedrich Arnold las zum 200. Todesjahr von Matthias Claudius aus dessen Werken: Prosa und Poesie, Briefe und Gedichte – ein bunter Reigen, teils bissig, teils humorig aber auch nachdenklich und melancholisch ausgestaltet – nur unterbrochen von Musikstücken von Zeitgenossen des Autors: Grieg, Schubert, Schumann …

Der geübte Rezitator trug Texte und Verse mit viel Verve und Einlebung vor. Besonders faszinierte sein letzter Beitrag: Der komplette Text vom "Abendlied" –besser bekannt als "Der Mond ist aufgegangen". Geläufig sind nur die erste, die zweite und die letzte der insgesamt sieben Strophen.

Zu dumm, dass sich nur ganz wenige Lokstedter zu diesem hochkarätigen Vortrag aufraffen konnten. Schade!

 

Abendlied (Der Mond ist aufgegangen) von Matthias Claudius
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Ein ereignisreiches Wochenende mit drei Top-Konzerten

30.09.2015 - Am vergangenen Donnerstag waren die Gitarristen Roque Emilio Monsalve vom Rio del la Plata (Argentinien) und Charles Fréchette aus Montreal (Kanada) bei uns zu Gast und gaben feinsten Gipsy Swing zum Besten. Die handvoll Gäste machte fehlende Masse durch frenetischen Applaus wett. Ein schönes Warm-Up für Sonnabend.

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Ein ganz neues Format konnten wir am Freitag Abend genießen: Chansons und Lieder mit viel Verve vorgetragen von Reiner Nolte, begleitet von Steffen Wolf am Piano. Die riesige Eimsbütteler Fangemeinde des Duos bescherte uns ein volles Haus. Wir würden uns sehr freuen, diese munteren Musiker bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen!

>>>Fotos | Video 

Am Sonnabend dann Gipsy Swing in memoriam Django Reinhardt. Nachdem die Combo "Delicatessen Swing" fast zehn Tage lang verschiedene Hamburger Clubs bespielt hatte, gab es bei uns das diesjährige "Abschlusskonzert" vor begeistertem Publikum. Angekündigt  als Trio traten sie dann als Quartett auf die Bühne: Charles Fréchette, Gitarre und Gesang (Montreal, Kanada); Giorgi Kiknadze, Kontrabass (Hamburg/Tiflis, Georgien ); Roque Emilio Monsalve, Gitarre (Rio de la Plata, Argentinien), Art(uro) Zaldívar, Gesang (Madrid, Spanien/ Buenos Aires, Argentinien).

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Falls es noch nicht bemerkt wurde: Wir haben seit vergangener Woche eine neue Lichtanlage im Betrieb, die eine professionelle Ausleuchtung der Bühne gestattet. Das macht viel aus!


Lokstedt Rallye 2015

 

05.09.2015 - Mit dem Rallye–Pass vom Lokalen Bündnis für Familie in Lokstedt zogen Kinder mit ihren Familien durch den Stadtteil, begegneten Nachbarn und erlebten verschiedene Einrichtungen bei Spiel und Spaß.

 

Am Samstag ging es – wie in den Vorjahren - auf die Abenteuertour mit 21 Stationen von der Bücherhalle über die Freiwillige Feuerwehr zum Bürgerhaus Lokstedt und weiter vom TV Lokstedt über die Freie Evangelische Gemeinde bis zu Grün-Weiß-Eimsbüttel in der Lenzsiedlung. Bei strömendem Regen begann ein ruhiger Tag und ab Mittag kamen die Menschen bei strahlendem Sonnenschein, ließen sich Schminken bei der HASPA, schritten über den Abenteuerpfad im Bürgerhaus Lokstedt oder mussten Instrumente erraten bei der musikKUNSTschule. Fröhlichkeit und Gedrängel gab es noch einmal in der Sottorfallee 9, als die eingeladenen Kindergruppen mit ihren Familien auftauchten.

 

Den Start an den verschiedenen Stationen konnte jeder selbst bestimmen, die große Abschlussfeier in der KITA Vizelinstrasse feierten alle gemeinsam mit der Hexe Knickebein und der Preisverleihung. Neben den Hauptgewinnen gab es für jedes Kind bei der Abgabe des Rallye-Passes eine Warnweste mit dem Aufdruck „Bündnis für Familie in Lokstedt“.

 

Die traditionelle Lokstedt Rallye 2015 war wieder ein riesiger Spaß für alle kleinen und großen Besucherinnen und Besucher aus Lokstedt.


Vernissage – mal sehen, was sich blicken lässt

 

04.09.2015 – Mit der Eröffnung der Ausstellung „mal sehen, was sich blicken lässt…“ der Diplom- Illustratorin Eva Jaeger-Nilius startete das Bürgerhaus Lokstedt am Freitag in sein neues Programm nach der Sommerpause.

 

Eva Jaeger-Nilius gelang es, die Aufmerksamkeit aller Besucherinnen und Besucher auf die Vielfalt ihrer Bilder zu lenken. Zu sehen war Merk-würdiges, Schönes, Schräges, Faszinierendes von skizzenhaften Portraits über verspielte Charakterstudien bis zu malerischen Traum-Szenarien. Und wer genau hinschaute, konnte auch die verschiedenen Techniken erkennen –  Bleistiftzeichnungen, Collagen oder Tusche korrespondieren mit den Bildinhalten: Lebensfreude, surreale Melancholie, traumartige Szenen. So erreicht sie jeden einzelnen von uns, indem sie unseren Alltag schön und faszinierend gestaltet. „Kunst kommt damit in unseren Alltag, ist Teil unseres individuellen Lebens“, wie es Hansjürgen Rhein bei der Ausstellungseröffnung formulierte. 

 

Bekannt wurde Eva Jaeger – wie sie vor ihrer Hochzeit hieß – durch die Mitbegründung der Ateliergemeinschaft Tatendrang-Design. Diese Gruppe steht für kreative Illustrationen. Sie drängt in unseren Alltag mit individuellen Produkten und Geschenkideen. Dafür erhielten sie 2012 eine bundesweite Auszeichnung mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschlands“. Die Ausstellung im Bürgerhaus Lokstedt bestätigt diese Auszeichnung.

 

Die Vernissage gab genügend Anstöße und Anregungen für Gespräche. Bei einem Gläschen Bowle unterhielten sich die Gäste angeregt miteinander und mit der Illustratorin und genossen die angenehme Atmosphäre im Bürgerhaus Lokstedt.

 

Die Bilder sind noch bis zum 16. Oktober im Bürgerhaus Lokstedt zu sehen. Die Künstlerin trifft man in ihrer Ottensener Ladengemeinschaft „Litil“ in der Kleine Rainstraße 6.

 

Am 9. Oktober um 17 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.  Anmeldung erforderlich

 

Am 16. Oktober um 19:30 Uhr schließt die Ausstellung mit einer Finissage.

Die Künstlerin wird anwesend sein. Eintritt frei

 

Fotos: Joerg Kilian

Lokstedter Frühschoppen „Gomorrha“ in Lokstedt

 

12. Juli 2015 – Am Sonntag um 11 Uhr lädt Gastgeber und Moderator Robert W. Hugo zum Lokstedter Frühschoppen ins Bürgerhaus Lokstedt. Der Frühschoppen, inzwischen eine feste Einrichtung, widmet sich diesmal dem Thema "Gomorrha in Lokstedt – Zeitzeugen erinnern sich an die Bombenangriffe des Sommers 1943".

 

Da der Termin in der Lokalpresse, im Internet, in sozialen Medien, auf Plakaten und durch Mundpropaganda angekündigt war, kommen fast zwanzig Gäste. Die meisten von Ihnen haben den Krieg als Kinder und Jugendliche erlebt, die anderen Anwesenden hatten die "Gnade der späten Geburt".

 

Aufgrund des regen Austausches war eine direkte Mitschrift der Beiträge nicht möglich. Unten können Sie eine Zusammenfassung – sowie eine Abschrift des Beitrags von Klaus Knuth – als PDF herunterladen…

  

Text und Foto Joerg Kilian

lokstedt_gomorrha_20150712.pdf
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Christin Döring kündigt die beiden Slamerinnen Liefka Würdeman und Johanna Wack an
Christin Döring kündigt die beiden Slamerinnen Liefka Würdeman und Johanna Wack an

Liebe, Wahnsinn und Leichen im Schuhschrank – Teil II

 

30.05.2015 – Wild geschossen wurde am Samstagabend im Bürgerhaus Lokstedt, und zwar mit Worten. Abgefeuert von den Hamburger Autorinnen Liefka Würdemann und Johanna Wack trafen sie ungebremst in das Lachzentrum des Publikums. 


Und dabei kamen durchaus ernste Themen zur Sprache, unter anderem als Lena per Kontaktanzeige Mr. Right sucht, und die Ansprüche an ihn nach über 60 Jahren und 88 Versuchen auf ein Minimum schrumpfen. Nach dem Tod wäre sie heilfroh, wenn jemand sich einfach an ihre Seite legen würde. Mit diesem Text brillierten die beiden Damen als Poetry-Slam-Team. So auch mit „Jugend raus“, der flammenden Rede für ein jugendfreies Deutschland, in dem es keine jungen Mädchen gibt, die ihre schlanken, braungebrannten und dellenfreien Beine schamlos zur Schau stellen. Und was hätten diese Jugendliche denn schon geleistet, außer sich eine App herunter zu laden. 


Schwieriger haben es dagegen Erwachsene auf Jobsuche. Johanna Wack führte schonungslos vor Augen, dass das richtige Hobby entscheidend sein kann beim „Bewerbungsgespräch“. Golf oder Tennis, das ist dann die Frage. Wie allerdings reagiert das männliche Gegenüber, wenn die über 30-jährige Bewerberin die Vorzüge des Fickens im Detail schildert? 


„Das Trägheitsprinzip“ von der 2013 nach Lokstedt gezogenen Liefka Würdemann zeigte, dass auch eine Tante nicht unbegrenzt körperlich belastbar ist. Am Anfang ihres Kletterparkabenteuers mit dem Neffen hat sie noch die Hoffnung, mit den Schreien nach „Trainer“ und „Hilfe“ den Parcours zu überleben. Doch schlussendlich saust sie mit Karacho gegen einen Baum und geht kaputt. Das Leben ist wirklich kein Ponyhof, oder doch? 


Jedenfalls in der Brave-Mädchen-Version von Sidos Song „Bilder im Kopf“ reimten die Autorinnen: „In einem weißen Fotoalbum mit nem goldenen Knopf bewahr ich alle diese Bilder im Kopf. Ich weiß noch damals als ich jung war mit Zopf, ich bewahr mir diese Bilder im Kopf. In einem weißen Fotoalbum mit nem goldenen Knopf bewahr ich alle diese Bilder im Kopf. Ich weiß noch, als wir das erste Mal gegolft haben im Loft, ich bewahr mir diese Bilder im Kopf...“ 


In zwei Stunden brannten die beiden äußerst charmanten Slamerinnen ein derartiges Textfeuerwerk ab, dass kein Auge trocken und kein Lachmuskel ungeschüttelt blieb. Diesmal leider ohne die erkrankte Sabrina Schauer.


Bei Facebook gibt es auch einige kleine Videoclips von der Veranstaltung.

  

Text: Christin Döring | Fotos: Joerg Kilian


Helga von Pfeil und Heidi Hemesath
Helga von Pfeil und Heidi Hemesath

Am Anfang war der Apfel

 

22.05.2015 –  Am Freitagabend eröffnete Helga von Pfeil, gemeinsam mit ihrer Schülerin Heidi Hemesath, die Ausstellung "Am Anfang war der Apfel".

Gezeigt werden Arbeiten ihrer Kunsteleven, die in den vergangenen Monaten und Jahren die Kurse "Zeichnen mit Farbstiften" der versierten Illustratorin, Modedesignerin und -redakteurin besucht haben.

Die Bandbreite und die Qualität der Buntstift-Zeichnungen ist beeindruckend. Bei vielen der Werke spürt man die Handschrift der Lehrerin in den detailverliebten Darstellungen von Pflanzen, Blüten, Muscheln, Vögeln, Pilzen, Bonbons, Gläsern und Krügen.

Die Ausstellung hängt noch bis zum 26. Juni im Erdgeschoss des Bürgerhauses und kann – wenn die Räume nicht anderweitig belegt sind – besucht werden. Am besten kurz im Büro nachfragen.

  

Text und Foto: Joerg Kilian


Afropean Project – eine musikalische Offenbarung

 

21.05.2015 – Das Trio bestehend aus Gert Kilian vom Fuße der Pyrenäen an Balafon und Steelpan, Janosch Pangritz-Kilian aus Schnelsen am Schlagzeug und Wojtek Swieca aus Posen an der E-Gitarre und an seiner selbstgebauten Lap Steel Guitar bescherten uns ein Weltmusik-Kammerkonzert der Sonderklasse! Der angekündigte Prager Pianist Vitek Kristan wurde wegen einer Armverletzung von seinem Kollegen Wojtek Swieca würdig vertreten.

 

Mitreißende Rythmen, zauberhafte Klänge beheimatet in den musikalischen Welten von Ethno, Jazz, Soul, Funk, Klassik, Afrika, Südamerika und Indien. Es zeigte sich wieder einmal, dass Konzerte in unserem Hause wahre Goldkörner sind. Formate die jenseits des Mainstream-Geschmacks ein breites Publikum begeistern.

 

Das sehr initime Publikum machte fehlende Anzahl durch frenetischen Applaus wett und forderte trotz Sperrstunde eine Zugabe. Wir wollen hoffen Afropean Project im Herbst des kommenden Jahres wieder bei uns begrüßen zu dürfen, wenn sie Norddeutschland touren.

  

Text und Foto: Joerg Kilian

 

Mehr Bilder und ein Videoclip auf Facebook


Kroatien im Süden

 

19.04.2015 – Mit diesem Titel präsentierte Hobbygeologin Eva Bohne am Sonntag nachmittag vor einem guten Dutzend interessierten Zuschauer die Schätze ihrer Reise vom vergangenen September. Unser Beamer feierte mit diesen Lichtbildern seine Premiere.

 

Eingangs ein geografischer und geologischer Überblick über Dalmatien mit Erläuterung der Unterschiede zwischen der flachen italienischen Küste und den bis auf über 1.000 Meter ansteigenden steilen Megacliffs des Dinarischen Faltengebirges – unter dem die langsame Verschiebung der jüngst entdeckten Mini-Dinarischen-Platte für regelmäßige Erdbeben sorgt. Die tektonischen Bewegungen laufen etwa mit der gleichen Geschwindigkeit ab, wie das Wachsen unserer Fingernägel. Während Venedig versumpft wird sich die Adria in einigen tausend Jahren im südlichen Teil von der italienischen Seite her geschlossen haben. Eva Bohne weiß dies spannend und detailgenau zu schildern.

 

Das Faltengebirge – die sogenannten Kalkstein-Alpen – hat sich vor Jahrmillionen aus Meeresediment zusammengeschoben und verdichtet. Die meerseitigen Ausläufer davon bilden die heutigen Inseln. Brač – eine der bekanntesten, liefert seit Jahrtausenden einen der begehrtesten Kalksteine – aus dem auch das Weiße Haus in Washington erbaut wurde. Die Steine verwittern nur sehr langsam. Es gibt mehr als 1.700 Jahre alte Gebäude aus Brač-Kalkstein. Aber auch viele andere Kalkstein-Arten – zu den auch der Marmor gehört – finden sich überall in der kroatischen Architektur verbaut.

 

Es gibt kaum eine Region, an der so viel Weltkulturerbe auf einem Fleck zu finden ist wie hier in der Wiege der kroatischen Kultur, einem sehr fruchtbaren Landstrich am Fuße des Dinarischen Gebirges. Nicht umsonst wurde diese Region von vielen Eroberern begehrt und musste von den jeweiligen Herrschern gut befestigt und verteidigt werden.

 

Salona (Solin) bei Split war die drittgrößte Stadt des römischen Reichs. Hier stand der grandiose Kaiserpalast des Diokletian – dem größten Christenverfolger seiner Zeit. Die Grundmauern und Gewölbe, sowie eine Reihe von außergewöhnlichen architektonischen Fragmenten können heute noch in der Innenstadt von Split bewundert werden. Diokletian ließ den Palast am schönsten Ort des Römischen Reichs bauen. Es ist der größte historischer Wohnkomplex der Welt, der heute noch bewohnt wird.

 

Auch die befestigte Altstadt von Dubrovnik – die alte Republik Ragusa – ist Weltkulturerbe und hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eine touristische Perle weiter im Süden ist die Küstenstadt Makarska, von der es zu dem 1762 m hohen Sveti Jure hinauf geht – dem dritthöchsten Gipfel Kroatiens. In einer ehemaligen riesigen Gletschermulde, der weltweit größte zusammenhängende Buchenwald in 1.400 m Höhe!  Auf dem Weg gibt es für Botaniker, Ornithologen und Geologen allerhand zu entdecken – in dem Kalkstein finden sich fossile Reste von Pflanzen und Tieren wie bespielsweise Haifischzähnen.

 

Im Hinterland kann man Flußfahrten durch gewundenen Cañons unternehmen oder die paradiesisch malerische Umgebung der Wasserfälle des Krka Nationalpark erkunden. Die Travertin-Kaskaden der Wasserfälle wachsen von Jahr zu Jahr in die Höhe! Aber auch die Strände und Inseln locken Touristen. In fast jedem Ort an der Küste gibt es Spielfelder für Wasserball – in diesem Sport sind die Kroaten ungeschlagene Weltmeister.

 

Vielen Dank Frau Bohne! Sie haben uns nicht nur Appetit auf die kroatische Variante der Sachertorte gemacht, die im Restaurant auf dem Hausberg von Dubrovnik serviert wird, sondern auf die Vorzüge der gesamten Region. Gerne mehr davon …

 

 

Text und Foto: Joerg Kilian


Wood Cradle Babies

 

17.04.2015 – Mein zweiter Abend mit den Wood Cradle Babies im Bürgerhaus Lokstedt. Diesmal in voller instrumentaler Besetzung – wie man sie sonst nur in Jazz-Institutionen wie dem Cotton Club erleben kann: Manfred Herbst mit Gesang und Posaune, Klarinettist Walter Homann, Trompeter Burghart Schmidt, Schlagzeuger Klaus Hugo, Bassistin Barbara Hörmann und Eduard Manek am Klavier.


Das Publikum – diesmal nur etwa 20 Gäste – machte Quatität durch Qualität wett und begrüßte die Combo mit herzhaftem Applaus. Gespielt wurden Klassiker des Dixieland und Blues wie Avalon, Who's Sorry Now, All Of You, I Want A Little Girl, Shine, That's A Plenty, Careless Love, If I Had You, I Found New Baby und Some Of These Days.


Die häufigen Pausen wurden für den Nachschub an Getränken und zu angeregten Gesprächen genutzt. Manfred Herbst erläuterte die Inhalte der Texte, der einzelnen Stücke, die sich weitestgehend um die komplizierten Beziehungen zwischen Männern und Frauen drehen oder aber wie im Fall des "Beal Street Blues" um Örtlichkeiten – in diesem Fall eine Straße in Downtown Memphis (Tennessee) – die für die Musikszene eine emotionale Bedeutung haben.


Auch erfuhren wir, was es mit dem Namen "Wood Cradle Babies" auf sich hat: die Gruppe hat ihren Ursprung in Pinneberg – im größten Baumschulgebiet der Welt – also die "Kleinkinder der Wiege der Bäume". Kreativer geht's nimmer! Wir sind immer wieder begeistert, dass sich so engagierte und gestandene Musiker – nicht für's Geld – sondern aus lauter Lust und Laune in unser bescheidenes Haus in Lokstedt verirren. Gerne wieder!


Weitere Fotos und einen Zusammenschnitt von Video-Clips finden Sie auf unserer Facebook-Seite


Text und Fotos: Joerg Kilian

Im Gespräch mit BUND

 

26.03.2015 – Er scheut sich nicht davor, die Stadt Hamburg wegen zu hoher Stickoxidwerte in der Luft zu verklagen oder sich mit den Mächtigen der hanseatischen Wirtschaft anzulegen, um die Energienetze in die öffentliche Hand zurückzuholen. Spätesten seit dem erfolgreichen Volksentscheid zum Rückkauf der Netze 2013 in Hamburg kommt man an diesem Mann nicht mehr vorbei: Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.

 

Seit 1981 mischt sich der über 8.000 Mitglieder starke Verein ein, wenn es um Belange des Umwelt- und Naturschutzes geht. Das Wirkungsfeld vom BUND reicht dabei von der praktischen Naturschutzarbeit bis zum Klimaschutz, von der Umweltbildung bis zur Energiepolitik. Für die Realisierung der zahlreichen Projekte ist sehr viel Öffentlichkeitsarbeit nötig. Und so kam Manfred Braasch auch höchstpersönlich am Donnerstagabend ins Bürgerhaus Lokstedt, um im kleinen Kreis von Interessierten die Arbeit des BUND vorzustellen und Fragen zu beantworten.

 

Im Zentrum der Diskussion stand der Baumschutz. Manfred Braasch untermauerte die Sorgen der Anwesenden mit Fakten: Demnach beziffere sich der Nettoverlust pro Jahr in Hamburg auf mindestens 6000 Bäume. „Nachverdichtung im Wohnungsbau, fehlende Kontrollen auf Privatgrundstücken und eine zu hohe Stressbelastung der Straßenbäume stellen ein großes Problem dar“, so Braasch. Daneben kamen die Elbvertiefung, TTIP und CETA, die EU-Handelsabkommen mit den USA und Kanada, aufs Tapet.

 

Bei allen kleinen und großen Erfolgen gibt es noch eine Menge Arbeit für den BUND. In naher Zukunft stehen unter anderem der Wiederaufbau der abgebrannten Bildungsstätte in Eppendorf, die Auseinandersetzung mit der neuen Hamburger Regierung und die Einforderung bereits geplanter Naturschutzgebiete auf der To-Do-Liste. Aber so entschlossen und charismatisch der studierte Ökotrophologe auftritt, kann man fast sicher sein, dass die Medien bald wieder Positives über den BUND Hamburg und seinen Landesgeschäftsführer zu berichten haben. Allerdings braucht der anerkannte Naturschutzbund dafür neben der Unterstützung durch seine Mitglieder immer auch zusätzliche Spenden und helfende Hände.     

 


Ohmoor-Allerlei

 

20.03.2015 – Die Vernissage der Ausstellung "Ohmoor-Allerei" lockte am Freitagabend rund 30 Gäste in unser Haus und bewies wieder einmal, dass sich die Räume im Parterre wunderbar als Galerie eignen. Die Organisatorinnen – Christin Döring vom Bürgerhaus und Sylvia Lang, Kunsterzieherin am Gymnasium Ohmoor – hatten in Zusammenarbeit mit weiteren Kunstererziehern, sowie Schülerinnen und Schülern aller Jahrgänge diesen Querschnitt durch das Schaffen der jungen Künstler vorbereitet.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Christin Döring und Joerg Kilian – dem frischgebackenen Vorsitzenden des Bürgerhauses – erläuterte Sylvia Lang die Idee der Ausstellung: die Ergebnisse des schulischen Kunstbetriebs einmal außerhalb der Schule einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren und bei den Beteiligten ein Bewußtsein für das Verhältnis zwischen dem Künstler, dem Werk und dem Betrachter zu wecken. So auch für die Verwandlung eines Bildes, wenn es gerahmt in einer öffentlichen Umgebung präsentiert wird. 

 

Die kreative und technische Spannweite der Arbeiten ist erstaulich groß und zeugt von großem Können des künstlerischen Nachwuchses. Der unkomplizierte Umgang mit der eigenen Identität, die unverhohlene Experimentierfreude, das Kopieren und Zitieren bestehenden Materials sowie der selbstverständliche Einsatz digitaler Mittel zeigen deutlich, dass sich der Kunstunterricht in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt hat.

 

Bei Erfrischungsgetränken und Snacks hatten die Besucher – vorwiegend Schülerinnen und Schüler, sowie deren Eltern, Geschwister und Freunde, sowie einige Stammgäste unseres Hauses – genug Gelegenheit sich in Ruhe alle Bilder anzuschauen und angeregte Gespräche zu führen. Vielen Dank an alle ehrenamtlichen Helfer, insbesondere an Christin Döring!

 

Für die Zukunft wird erwogen, eine solche Ausstellung noch stärker zu bewerben – und um das Ganze noch "echter" zu machen, die Werke auch mit Preisschildern zu versehen und zu verkaufen. Die Bilder werden noch bis zum 8. Mai hängen und können während der Öffnungszeiten besichtigt werden – soweit die Räume nicht gerade anderweitig belegt sind. Im Zweifel anrufen … Telefon 56 52 12

 

Im Folgenden einige Schnappschüsse von der Vernissage …

 


25. Lokstedter Abend

 

28.02.2015 – Ein Vierteljahrhundert Lokstedter Abende.  Unter diesem Motto stand die Jubiläumsveranstaltung die – aus Platzgründen diesmal nicht im vertrauen Rahmen des Bürgerhauses, sondern – im Gemeindesaal der Christ-König-Gemeinde stattfand.


Bereits früh am Vortrag liefen die logistischen Vorbereitungen auf Hochtouren: 30 kg Steckrüben, 30 kg Kartoffeln, 12 kg Fleisch und 3 kg Zwiebeln für das Lokstedter Nationalgericht "Steckrübeneintopf" wollten geschnippelt und zubereitet werden. Küchenchef Peter Otto stand bis in den späten Abend an seinen dampfenden Töpfen.


Silke Usinger begrüßte im Namen der Kirchengemeinde die fast 100 Gäste und überreichte dem Bürgerhaus im Sinne guter nachbarschaftlicher Zusammenarbeit einen kleinen Rosenstock, den Joerg Kilian dankend in Empfang nahm. Hans-Joachim Kammradt eröffnete den Abend mit einer kurzen Rede, in der er auf die besondere Bedeutung des Lokstedter Abends für das Bürgerhaus und das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil einging.


Ursula Gehrke erzählte im ersten Beitrag des Abends von ihren Lokstedter Reminissenzen – Erinnerungen aus der guten alten Zeit, als der Stadtteil noch als Dorf erkennbar war. Danach präsentierte Joerg Kilian in seinem Lichtbildervortrag "125 Jahre am Geesthang" eine kurze Geschichte der Gärtnerfamilie Kilian.


Mit perfektem Timing wurde dann von vielen fleißigen Helfern das Lokstedter Nationalgericht an den Tischen serviert. Das viel gelobte Rezept von Peter Otto werden wir sicherlich bei der nächsten Gelegenheit im Internet veröffentlichen. An dieser Stelle allen Ehrenamtlichen noch einmal einen großen Dank! Ohne sie wären solche Großveranstaltungen für das Bürgerhaus überhaupt nicht denkbar.


Der zweite Teil des Abends wurde von Klaus Knuth eingeläutet, ein Lokstedter Urgestein, der diesmal seine Geschichten auf Hochdeutsch zum Besten gab. Hans Münster – auch Protagonist der ersten Stunde des Lokstedter Abends – fasste die Glanzlichter seiner Anekdoten und Beiträge zusammen und machte Appetit auf das Buch:


Anlässlich dieses besonderen Anlasses haben die Veranstalter einen 340 Seiten starken – und gut ein Kilo schweren – reich bebilderten, sowie mit Karten und Stammbäumen gespickten Jubiläumsband heraus gegeben, der sämtliche Beiträge der vergangenen Lokstedter Abende enthält. Er ist für 20 Euro im Bürgerhaus Lokstedt, sowie im Zeitschriftenladen Grelckstraße 20-26 und im Zeitschriftenladen am Siemersplatz erhältlich.


Hier kann man einen 100-seitigen Auszug aus dem Buch als PDF herunterladen.


Denkanstöße – wie es mit dem Lokstedter Abend nach dieser Veranstaltung weitergehen kann – kamen dann von Joerg Kilian: Die digitalen Medien und die Kooperation mit dem Forum Kollau eröffnen Möglichkeiten ganz neue Formate auszuprobieren. Die auch anwesende Dörthe Hagenguth hat dies mit ihrem Film "Es war einmal in Niendorf" deutlich gemacht. Es gibt daher begründete Hoffnung, dass der Lokstedter Abend nicht aussterben – sondern durch neue Ideen und Teilnehmer bereichert wird.


Da Hansjügen Rhein leider aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, wurde eine großformatige Klappkarte herumgereicht, auf der alle einen schriftlichen Gruß an ihn hinterlassen konnten. Diese wurde ihm dann am Sonntag von Hans-Joachim Kammradt – zusammen mit den besten Bildern des Abends auf einer CD überreicht.


Fotografin Bettina Bott hat die Atmosphäre des Abends eingefangen und eine Fülle schöner Momentaufnahmen gemacht, die allen Teilnehmern im Internet zur Verfügung gestellt wurden.

 

Der gesamte Abend wurde von Felix Kautsky in einer Videodokumentation festgehalten, die voraussichtlich im April erhältlich sein wird.

 

Im Folgenden einige Schnappschüsse dieses rundum gelungenen Abends …



Happy Hour im Doppelpack


20.2.2015 – Wie frisch aus dem Plakat gesprungen, begrüßten am Freitagabend die Schwestern Ingrid und Helga Sanne in ihren roten Blazern das Publikum im Bürgerhaus Lokstedt zu einer literarischen Happy Hour. Statt leckerer Mischgetränke mixten sie geschmackvollen Lesestoff: heitere, ironische und auch etwas nachdenkliche Texten zum Thema Alltägliches. Hochprozentig startete der Hörgenuss. Professorin Ingrid Sanne, erfolgreiche Schauspielerin und Sprecherzieherin, las das „Lied des Griesbreis“ von Keto von Waberer und imitierte dabei die Geräusche eines Eiswürfels im Whiskeyglas so virtuos, dass der Bartresen mit dem golden im Glas schimmernden Single Malt in greifbare Nähe rückte.

 

Wie herumtobende Kinder in einem Restaurant Verhaltensstörungen unter den erwachsenen Gästen auslösen können, davon zeugt „Nichts gegen Kinder“ von Mark Spörrle, wunderbar vorgetragen von Helga Sanne, die als Managerin in internationalen Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen tätig war. Zu Auszügen aus „Der kleine Erziehungsberater“ von Axel Hacke und Martin Suters „Business Class“ servierten die Sanne-Sisters mit einer enormen Lese- und Spielfreude dichterische Leckerbissen von Kurt Tucholsky, Pablo Picasso, Elke Heidenreich und dem Meister der Alltagsgroteske, Loriot. „Die Keksstory“ von dem britischen Schriftsteller Douglas Adams machte den unterhaltsamen Lausch-Cocktail perfekt. Und so erfüllte die Lesung ganz und gar ihren Anspruch, und alle Zuhörer gingen nach zwei Stunden rundum happy und um die eine oder andere Geschichte bereichert nach Hause.

Im Gespräch mit der GLS-Bank

 

Vor 40 Jahren gründete sich in Bochum die „Gemeinschaft für Leihen und Schenken“, aus der inzwischen die GLS-Bank mit über 500 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von mehr als 3,7 Milliarden Euro geworden ist.

Dirk Grah, ihr Filialleiter in Hamburg, war am 26.02.2015  im Bürgerhaus zu Gast und informierte über die Arbeit der Genossenschaftsbank, die dem Motto folgt: „Das Geld ist für den Menschen da“.

Transparenz und sozial-ökologische Nachhaltigkeit sind die Maximen, nach denen sich die Geschäftspolitik richtet. So kann der Anleger bestimmen, in welchem der Bereiche Energie, Wohnen, Bildung, Ernährung oder Soziales sein Geld angelegt werden soll. Und die Namen der Kreditnehmer, die Zweckbestimmung und die Kreditsumme sind dann öffentlich. Der Anleger kann auch bestimmen, ob er seine Zinsen behalten oder für ein soziales Projekt spenden will.

 

Dirk Grah, studierter Volkswirt und Biologe, wurde vor mehr als 20 Jahren von der Bank angeworben. Er musste für eine Ausbildung als Banker aber zuerst in die Zentrale in Bochum, bevor er seit 1993 die Filiale in Hamburg aufbauen konnte, die für alle Küstenländer zuständig ist. Die GLS-Bank hat von der Bankenkrise profitiert. Sie war, da sie weder spekuliert noch am Derivatehandel teilnimmt, nicht selbst betroffen, aber viele Kunden anderer Banken sind nach der Krise zur GLS gewechselt. Die lebhafte Diskussion der Zuhörer hat Grah noch mit dem Spruch eines der Gründer gewürzt: „Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch die Bilder einer Zukunft, die wir wollen“.

 

Vierhändiges Klavierkonzert

 

12.2.2015 – Eine Premiere ganz besonderer Art erlebte das Bürgerhaus am Donnerstagabend: Zwei hervorragende Pianisten teilten sich einen Flügel und begeisterten das Publikum mit klassischen Stücken zu vier Händen.

Die in Minsk geborene Irina Kolesnikova ist ausgebildete Konzertmusikerin und seit 2002 als Dozentin für Klavier und Korrepetition am Johannes-Brahms-Konservatorium in Hamburg tätig. Dort unterrichtete sie auch Sebastian Hubert, der heute unter anderem als Klavierlehrer und Barpianist arbeitet. Zusammen harmonieren sie perfekt als Klavierduo.

Davon konnten sich die Zuschauer gleich zu Konzertbeginn bei der Sonate C-Dur, KV 521 von Wolfgang Amadeus Mozart überzeugen. Der Wunderknabe aus Salzburg soll es auch gewesen sein, der als Erster vierhändige Sonaten für Klavier komponiert hat. Das behauptete zumindest sein Vater. Jedenfalls entstand seine erste Sonate „à quatre mains“ 1765 in London, wo der kleine Wolfgang Amadeus ein Jahr zuvor Johann Christian Bach, dem Sohn von Johann Bach, begegnete und mit ihm schon vierhändig am Cembalo musizierte.

Nach „Ma mère l’oye“ von Maurice Ravel und der Ouvertüre aus „Ein Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn Bartholdy spielten Irina Kolesnikova und Sebastian Huber „Le sacre du printemps“ von Igor Strawinsky, dass wegen zahlreicher Dissonanzen bei seiner Uraufführung 1913 in Paris einen Skandal auslöste. Und auch 2015 ist dieses Stück nicht jedermanns Geschmack, wie sich untern den Zuhörern im Bürgerhaus zeigte. Aber für die virtuose Leistung der beiden Pianisten gab es von allen viel Applaus und großes Lob.  

 

Plattdeutsch und Bajan

 

6.2.2015 – Auf den ersten Blick ist die Kultur-Kombi aus plattdeutschen Anekdoten und Musik vom Bajan sicher eine sehr ungewöhnliche. Umso mutiger, dass die Niendorferin Silke Frakstein und der in Kasachstan geborene Waldemar Keil vor einigen Jahren die Ersten waren, die damit vor Publikum auftraten.

Da aber das Schifferklavier als Urvater des Knopfakkordeons gilt, passt auch Döntjes wunderbar dazu. Und davon gab es am Freitagabend im Bürgerhaus reichlich.


Als „Echt Hamburger Deern“ vertellte Silke Frakstein von ihrem Navi Johanna, dem unbekannten Wesen, Coffee to sit, Grönkohl ut de Pann und von Oma Heidi, Mitglied der New Generation, die Motorrad fährt und mit ihrem Freund Willi aus der Seniorenresidenz das Erbe auf Mallorca verballert. Und natürlich vom Ehemann, auch liebevoll Schietbüddel genannt. Die Lachmuskeln konnten sich bei musikalischen Einlagen wie „Ein verrückter Tango“ wieder etwas erholen, allerdings wurden andere Gesichtsmuskeln aktiviert. Denn die Zuschauer kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus, als der fabelhafte Konzertmusiker Waldemar Keil seine Finger in rasanter Geschwindigkeit präzise über die zahlreichen Knöpfe seines 15,8 kg schweren Instrumentes gleiten ließ.   

Aber nicht nur Sprache und Melodien harmonierten perfekt, auch Silke Frakstein und Waldemar Keil zeigten sich als eingespieltes Paar. Mit Professionalität, Spontaneität und ganz viel Charme gestalteten sie einen echt kommodigen Abend.  

 

Jochen Wiegandt und seine „Liederatur“

 

29.1.2015 – Mit einem Medley aus bekannten plattdeutschen Liedern wie „Burlala“, „Dat du min Leevsten büst“, „Hamburger Veermaster“ und  „Herrn Pastor sin Kauh“ eroberte Jochen Wiegandt mit seiner Gitarre gleich zu Beginn die Herzen des Publikums im Sturm. Aber er ist nicht nur ein Meister des Plattdeutschen und ein hervorragender Musiker, sondern auch ein äußerst charmanter Klugschnacker.

Und so nahm Wiegandt seine Zuschauer auf eine amüsante Reise in die Vergangenheit, unter anderem ins Jahr 1846, als in Emsbühren an Weihnachten das „Lied van der Pastor sine Koh“ entstand. Mit den Versen verspotteten die Einwohner ihren Pastor, weil er nichts vom Fleisch seiner geschlachteten Kuh abgeben hat, was er ihnen aber versprochen hatte. Heute gilt das Lied mit über 800 Strophen als längstes der Welt.

Zwischen „An de Eck’ steiht ’n Jung’ mit 'n Tüdelband“ der Gebrüder Wolf und „Rum aus Jamaika“ wurde an diesem Abend reichlich Seemannsgarn gesponnen, beherzt gesungen, Tränen gelacht, in Erinnerungen geschwelgt und mit allerlei Irrtümern aufgeräumt: Die hölzerne Wurzel in dem alten Hopfenpflückerlied „Jetzt fahrn wir übern See“ meint ursprünglich eine Waidzille, ein Jagdboot. Und von wegen „Kinder mit ’nem Willen kriegen was auf die Brillen“; sie bekommen ordentlich was auf ihre Morsbacken (Billen). Am Ende waren sich alle darüber einig, zwei wunderbare Stunden erlebt zu haben, und sangen gemeinsam: „Sowas Schönes ist mir lang nicht mehr passiert...

Vielen Dank, Jochen Wiegandt!

Wir gratulieren dem Niendorfer Wochenblatt zu vierzig Jahren gelungenem Stadtteil-Journalismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das aktuelle Programmheft

für September-Dezember 2017 ist erschienen. Ein PDF davon liegt hier bereits zum Download bereit.

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In den Sitzungen des Vorstandes und des erweiterten Vorstandes werden alle anstehenden Aktivitäten besprochen. Interessierte sind jederzeit
herzlich willkommen!

 

Termine – jeweils Freitag 18 Uhr:

 

10. November 2017

 

Mitgliederversammlung

Frühjahr 2018

 

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